Hanna-Elisabeth Müller2014 © Chris Gonz

Hanna-Elisabeth Müller

Mit ihrem sensationellen Debüt als Zdenka wurde die Sopranistin Hanna-Elisabeth Müller an der Seite von Renée Fleming und Thomas Hampson unter Leitung von Christian Thielemann als Entdeckung der Salzburger Osterfestspiele 2014 gefeiert.
Die 29-jährige Mannheimerin, die 2011 ihr Lieddebüt beim Heidelberger Frühling gab, erhielt zahlreiche Auszeichnungen und wird seit 2013 als SWR2 New Talent gefördert. Sie studierte bei Rudolf Piernay in Mannheim und besuchte Meisterkurse bei Dietrich Fischer-Dieskau, Julia Varady, Edith Wiens, Elly Ameling, Thomas Hampson und Wolfram Rieger.
Nach Engagements an der Kammeroper Rheinsberg war sie 2010/11 Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Seit 2012/13 gehrt sie zum Ensemble der Bayerischen Staatsoper. Gastengagements führen sie an die Semperoper Dresden, die Nationaloper Amsterdam und zu den Münchner Opernfestspielen.
Die vielseitige Sopranistin ist zudem regelmäßig Gast auf den Lied- und Konzertpodien. Sie konzertierte bereits mit dem Orchestre des Champs Elysées unter Philippe Herreweghe, den Bamberger Symphonikern unter Robin Ticciati, beim Oregon Bach Festival unter Helmuth Rilling oder beim Europäischen Musikfest Stuttgart unter Michael Sanderling. 2014/15 ist sie mit dem WDR-Sinfonieorchester unter Jukka Pekka Saraste, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Simon Rattle sowie in der Mailänder Scala mit John Eliot Gardiner zu erleben.

Yordan Kamdzhalov

Philharmonisches Orchester Heidelberg

Selten aber wahr: ein Werk der klassischen Musik ist in den Pop-Charts notiert, und zwar ganz oben. Gelungen ist das in den 1990er-Jahren der Sinfonie Nr. 3 op. 36 »Sinfonie der Klagelieder« des polnischen Komponisten Henryk Mikołaj Górecki. Vertont hat Górecki drei Trauer erfüllte Texte unterschiedlichster Herkunft: eine Lamentation aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, das Gebet einer 18-Jährigen in den Zellen des Gestapo-Gefängnisses von Zakopane sowie ein Volkslied geistlichen Inhalts. Maurice Ravels raffiniert verfeinerter Impressionismus ist zu Beginn des Konzerts zu hören: »Daphnis et Chloé« entstand als Auftragskomposition durch Sergej Diaghilev und dessen »Ballets Russes« – ein Werk, das Igor Strawinsky als »eines der schönsten Produkte in der gesamten französischen Musik« pries. Auch als Konzertsuite besticht das auf einem spätgriechischen Hirtenroman beruhende Meisterwerk.

In Kooperation mit dem Philharmonischen Orchester Heidelberg

 

Anna Lucia Richter © Jessy Lee

Anna Lucia Richter

Die Sieben Todsünden oder: Ist Wollust noch böse? Hochmut, Geiz, Wollust, Zorn, Völlerei, Neid, Faulheit – die im katholischen Katechismus verankerten Sieben Todsünden hatten lange eine unangetastete Gültigkeit und sollten durch deren Vermeiden, ähnlich wie das Befolgen der alttestamentarischen zehn Gebote, den Menschen helfen, eine funktionierende Gesellschaft zu erhalten. Kurt Weill schrieb 1933 das für seine Zeit hochaktuelle Ballett »Die Sieben Todsünden« nach einem Libretto von Bertolt Brecht. Ausschnitte aus diesem Werk in einer Version für Klavier, Gesang und Solotanz werden an diesem Abend in Beziehung zu einer Uraufführung des vielbeachteten Nachwuchskomponisten Matan Porat gesetzt und durch gregorianische Gesänge und Lieder von Haydn, Schubert und Hugo Wolf komplettiert.

In Kooperation mit dem Frauenbad Heidelberg

 

Jörg Tröger im Gespräch mit Anna Lucia Richter (Audio)

Anna Lucia Richter © Jessy Lee

Janice Dixon

Janice Dixon & Stuttgarter Saloniker

Die Stuttgarter Saloniker spielen Jazz-Standards ausschließlich aus Erstausgaben, die ihr Leiter Patrick Siben in Archiven in Chicago ausgegraben hat – Band-Arrangements, die Europa seit den »Roaring Twenties« nicht erreicht haben. Ein Hörerlebnis nahe an den Ersteinspielungen auf Schelllackplatte, nur voller und vielschichtiger.

 

Thomas Hampson © Kristin Hoebermann

Festival Akademie: Lied

Eintritt frei für Schüler und Studenten
Im Ballsaal Stadthalle Heidelberg
€ 15 Tageskarte I  € 75 Lied Akademie Pass

Nach knapp zwei Wochen intensiver Arbeit mit Thomas Hampson und Thomas Quasthoff stehen die Stipendiaten der Lied Akademie beim Abschlusskonzert in der Heidelberger Stadthalle – zumindest in dieser Saison – zum letzten Mal auf der Bühne. Gemeinsam mit Thomas Hampson gestalten sie ein abwechslungsreiches Programm, das die Ergebnisse der Arbeit in der Lied Akademie präsentiert und die Bedeutung Heidelbergs als Liedstadt von Weltformat erfahrbar macht.

In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Wir danken
Stiftung Heidelberger Frühling

 

 

 

Ruth Ziesak © Rosa Frank

»Dialektik der Freiheit. Von der Selbstbestimmung zur Überwachung des Menschen«

»Freiheit wagen« ist das Motto des diesjährigen Heidelberger Frühling. Wir verbinden das Wagnis der Freiheit vor allem mit Aufklärung und Revolution. Niemand hat die Freiheitsidee emphatischer artikuliert als Schiller. Doch er war es auch, der ihre Dialektik bemerkt und analysiert hat. Gerade Aufklärer waren es, welche die Freiheit mit despotischen Mitteln durchzusetzen suchten, etwa in Geheimgesellschaften wie dem Illuminatenorden mit seinen Überwachungsmechanismen – und schließlich in der Revolution, die zum Terror führte, ja selbst die paradoxe Formel eines »Despotismus der Freiheit« prägte. Eine gefährliche Dialektik, welche so viele Bewegungen prägt, welche die Freiheit auf ihre Fahnen schrieben und sie doch am Ende in Zwang verkehrten. Auch Goethes Faust ist dafür ein epochales Beispiel. Zu Beginn wirft er alle Zwänge ab, unter denen er sein Leben bisher gefristet hat – um am Ende zwar Freiheit zu verkünden, aber diese mit Zwangsmitteln durchzusetzen.

Die Veranstaltung findet im Ballsaal der Stadthalle Heidelberg statt.

Tamara Banješević

Tamara Banješević

Die Sopranistin Tamara Banješević wurde in Belgrad geboren. 2007 bis 2012 erhielt sie ihre musikalische Ausbildung an der Musikhochschule Mannheim bei Prof. Snežana Stamenković. Sie nahm an Meisterklassen bei KS Helen Donath, Angelika Kirchschlager, Rudolf Piernay, Thomas Hampson, Margreet Honig, Thomas Quasthoff und Wolfram Rieger teil. Tamara Banješević wurde auf Wettbewerben vielfach ausgezeichnet und ist Stipendiatin der Lied Akademie des Internationalen Musikfestivals Heidelberger Frühling, des DAAD und der Rotary und Lions Club Stiftung.
Während ihres Studiums war sie oft als Gast am Nationaltheater Mannheim engagiert und seit der Spielzeit 2012/2013 ist sie dort festes Ensemblemitglied.
Sie gastierte bei der Internationalen Bachakademie Stuttgart in Robert Schumanns »Faustszenen« unter Helmuth Rilling, im Rahmen der Jeunesses Musicales Deutschland als Anna Reich in »Die Lustigen Weiber von Windsor«, als Susanna in »Le nozze di Figaro« an der Sommeroper Bamberg und bei den Osterfestspielen Baden-Baden in Pauline Viardots »Cendrillon«, begleitet von den Mitgliedern der Berliner Philharmonie. Im Sommer 2014 war sie im Rahmen des Festivals in Aix en Provence und der Mozart Residency in mehreren Konzerten zu hören.
2015 kehrt sie zu den Osterfestspielen Baden-Baden als Modistin in der Neuproduktion des »Rosenkavaliers« unter der Leitung von Sir Simon Rattle und unter der Regie von Brigitte Fassbaender mit den Berliner Philharmonikern zurück.

Christina Pluhar © Marco Borggreve

Christina Pluhar & L‘Arpeggiata

»Musik für ein Weilchen, soll alle deine Sorgen vergessen lassen«. Kann man der Musik ein schöneres Kompliment machen, als es Henry Purcell in seiner Vertonung dieser Verse John Drydens tat? Purcells Heimat waren vor allem die Londoner Theater, deren Anliegen es war, das Publikum in andere Welten zu entführen. Für die Tanz, Gesang und Schauspiel frei kombinierenden Theaterstücke schrieb Purcell unzählige, berückend schöne Songs und Szenenmusiken. Christina Pluhar und ihr Ensemble L’Arpeggiata präsentieren mit »Music for a While« eine Hommage an diesen »Orpheus Britannicus« des ausgehenden 17. Jahrhunderts und setzen in ihrem Zusammenkommen von Barock- und Jazzmusikern in gewisser Weise Purcells genreübergreifende Theatertradition fort. Es darf gern eine sehr lange Weile werden.

»Zugabe« Jörg Tröger im Gespräch mit Christina Pluhar

Hanna Elisabeth Müller © Chris Gonz

Hanna-Elisabeth Müller & Juliane Ruf

Hanna-Elisabeth Müller ist
SWR2 New Talent

 

In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Wir danken
Freundeskreis Heidelberger Frühling

 

 

Jörg Tröger im Gespräch mit Hanna-Elisabeth Müller (Audio)

Hanna-Elisabeth Müller © Chris Gonz