Standpunkte | Entgrenzung

»Entgrenzung« überschreibt Igor Levit seine »Standpunkte« – die von ihm zusammen mit dem Festival kuratierte kammermusikalische Kulminationsphase innerhalb des Heidelberger Frühling. Johann Sebastian Bach bildet den steten Fixpunkt der »Standpunkte rund um das Thema »Entgrenzung«.

Konzert mit Pause

»Standpunkte« Wahlabo: 25 % Rabatt bei Buchung von fünf verschiedenen Veranstaltungen der »Standpunkte« vom 31. März bis 03. April 2022. Erhältlich bei unserem telefonischen Kartenservice (+49 (0)6221 – 584 00 44) und bei der Rhein-Neckar-Zeitung.

Bitte informieren Sie sich vor dem Konzertbesuch über die aktuellen Corona-Regelungen und unsere Hygienevorschriften.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Standpunkte.LAB | In memoriam Frederic Rzewski

Bei Frederic Rzewski hatte Kunst die Aufgabe, Zeitgeschehen kritisch zu reflektieren. Er nutzte seine künstlerischen Mittel dazu, die Öffentlichkeit mit gesellschaftlichen, politischen und sozialen Fragestellungen zu fordern. Im Sommer 2021 ist der Komponist in New York verstorben. Unvergessen in der Geschichte des Festivals ist die Aufführung seines monumentalen Variationszyklus‘ »The People United Will Never Be Defeated!« durch Igor Levit im Jahre 2012.
Wie kann die Antwort der jungen Generation von Heute auf dieses Werk in seiner musikalischen und politischen Dimension lauten?

Kuratiert von Igor Levit und dem Heidelberger Frühling nimmt sich der junge Künstler Mert Yalniz gemeinsam mit von ihm ausgewählten jungen Musiker*innen des ursprünglichen Protestsongs an und kreiert sein eigenes Variationenwerk im Gedenken an das große Vorbild Rzewski. Das Ergebnis wird an diesem Abend uraufgeführt.

Konzert mit Pause

Bitte informieren Sie sich vor dem Konzertbesuch über die aktuellen Corona-Regelungen und unsere Hygienevorschriften.

Standpunkte | Levit’s Late Night

Levit’s Late Night ist schon längst eine Institution im Heidelberger Frühling und steht für eine innige Begegnung mit künstlerischen Inhalten und ihren Interpret*innen. Im Mittelpunkt des Programms, das Igor Levit mit Cosima Soulez Larivière und Fabian Müller (beide Alumni der Kammermusik Akademie) bestreitet, stehen diesmal Franz Liszt und Ferruccio Busoni und deren Bach-Bearbeitungen. Bachs Konstruktionsprinzipien wurden den beiden Komponisten zum Medium einer Suche nach Trost und Orientierung. Am Ende von Liszts Klaviervariationen über »Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen« steht – genau wie in Bachs gleichnamiger Weimarer Kantate – der versöhnliche Choral »Was Gott tut, das ist wohl getan«. Die »Fantasia contrappuntistica« von Ferruccio Busoni wiederum lässt gleich zu Beginn einen Choral erklingen, um sich anschließend an einer echt maximalistischen Hommage an Bach zu versuchen. Es ist, als umfassten zehn Finger die ganze Welt.

Konzert ohne Pause (ca. 90 min)

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Bitte informieren Sie sich vor dem Konzertbesuch über die aktuellen Corona-Regelungen und unsere Hygienevorschriften.

Standpunkte | Le Sacre du Printemps

Normalerweise muss man sich entscheiden: entweder Orgel oder Klavier. In diesem Konzert mit dem Essener Domorganisten Sebastian Küchler-Blessing und dem Rastätter Pianisten Frank Dupree treffen beide Instrumente aufeinander und ergänzen sich. So in Rachmaninows großer Paganini-Rhapsodie, die eigentlich für Klavier und Orchester bestimmt ist und das bekannte Thema für die unbegleitete Geige in 24 Variationen klanggewaltig aufmischt. Oder im bekannten f-Moll-Konzert von Bach, das im Original zum Solisten ebenfalls eines Orchesters bedarf. Igor Strawinsky hat seine furiose Ballettmusik „Le Sacre du Printemps“ selbst auch für Klavier zu vier Händen eingerichtet. Durch Einbeziehung der Orgel gewinnt diese Fassung deutlich an Farbigkeit.

Konzert ohne Pause (ca. 75 min)

»Standpunkte« Wahlabo: 25 % Rabatt bei Buchung von fünf verschiedenen Veranstaltungen der »Standpunkte« vom 31. März bis 03. April 2022. Erhältlich bei unserem telefonischen Kartenservice (+49 (0)6221 – 584 00 44) und bei der Rhein-Neckar-Zeitung.

Bitte informieren Sie sich vor dem Konzertbesuch über die aktuellen Corona-Regelungen und unsere Hygienevorschriften.

ENTFÄLLT – KammermusikFEST: Fabian Müller & Jonas Palm

Wer eine neue Sonate oder Etüde komponiert, führt die jeweilige Gattung weiter. Deshalb wird das auch häufig zum Anlass genommen, sich mit der Tradition auseinanderzusetzen. Claude Debussy etwa ging es in seiner späten Kammermusik um die Rückbesinnung auf die französische Musik des 18. Jahrhunderts – in betonter Abkehr von der dominierenden deutsch-österreichischen Romantik. Seine elegante Cellosonate zeigt aber auch deutliche spanische Anklänge. Bei György Ligeti erinnert schon der französische Titel „Études pour piano“ an das Vorbild Debussy. Seine zwischen 1985 und 2001 entstandenen insgesamt 18 Klavieretüden warten allerdings zudem mit exorbitanten Schwierigkeiten auf, vor allem, was die Rhythmen betrifft. César Francks Cellosonate – eine Variante seiner berühmten Violinsonate – erschien einem Kritiker seiner Zeit trotz ihrer modernen Formgebung „wie eine der schönsten Kompositionen der großen Klassiker“, so, als hätte Bach im 19. Jahrhundert gelebt.

€ 29 Einzelticket
€ 75 KammermusikFEST Pass (alle 3 Veranstaltungen)

Als InhaberIn der SWR2 Kulturkarte erhalten Sie auf dieses Konzert 15% Rabatt, buchbar hier im Webshop oder unter Tel. 06221 584 00 44.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

ENTFÄLLT – KammermusikFEST: ricordilab

€ 29 Einzelticket
€ 75 KammermusikFEST Pass (alle 3 Veranstaltungen)

In Kooperation mit der Universität Heidelberg und dem ricordilab (Ricordi Berlin)

ENTFÄLLT – KammermusikFEST Pass

€ 75 KammermusikFEST Pass (alle 3 Veranstaltungen)

ENTFÄLLT – ESCAPE.Klubnacht – Powered by MLP

KünstlerInnen und Programm werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben unter: www.klubnacht-fruehling.de

Tickets sind buchbar ab 01. März 21

In Kooperation mit der halle02

ENTFÄLLT – Igor Levit & Hagen Quartett

Mozart kann heller strahlen als jeder andere Komponist. Aber besonders berührt seine Musik, wenn sich ein Schatten über seine „Sonne“ legt, wie im h-Moll-Adagio KV 540, das reich ist an Trauer- und Klagegesten, dazu schroff in den dynamischen Kontrasten und seiner Harmonik. Vergleichbares lässt sich auch im erregt-ergreifenden letzten Streichquartett des Wiener Klassikers beobachten. „In diese Musik ist der Daseinsschmerz so als etwas Selbstverständliches hineingewoben, dass er sich immer wieder in rätselhafte, unergründliche Schönheit hüllen darf“, befand Musikredakteur Andreas Grabner. Schostakowitschs Klavierquartett von 1940 handelt – wie viele seiner Werke – unterschwellig von der Kriegsbedrohung. Es ist ein Stück voll unterdrückter Dramatik. Gleichzeitig huldigt es im Präludium-Fuge-Satzpaar wie auch in der glasklaren Linienführung Johann Sebastian Bach als dem großen musikalischen Vorbild des Russen.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

ENTFÄLLT – »Auf ein Wort mit …«: Igor Levit & Thorsten Schmidt

Preis inkl. Begrüßungs-Aperitif

TIPP: Lassen Sie das Gespräch bei einem köstlichen Mittagessen in der »Kurfürstenstube« Revue passieren. Der Europäische Hof freut sich über Tischreservierungen unter Tel. 06221-515512.

Eine Veranstaltung des Heidelberger Frühling und des Europäischen Hof Heidelberg