KammermusikFEST: Le Sacre du Printemps

Normalerweise muss man sich entscheiden: entweder Orgel oder Klavier. In diesem Konzert mit dem Essener Domorganisten Sebastian Küchler-Blessing und dem Rastätter Pianisten Frank Dupree treffen beide Instrumente aufeinander und ergänzen sich. So in Rachmaninows großer Paganini-Rhapsodie, die eigentlich für Klavier und Orchester bestimmt ist und das bekannte Thema für die unbegleitete Geige in 24 Variationen klanggewaltig aufmischt. Oder im bekannten f-Moll-Konzert von Bach, das im Original zum Solisten ebenfalls eines Orchesters bedarf. Igor Strawinsky hat seine furiose Ballettmusik „Le Sacre du Printemps“ selbst auch für Klavier zu vier Händen eingerichtet. Durch Einbeziehung der Orgel gewinnt diese Fassung deutlich an Farbigkeit.

€ 29 Einzelticket
€ 75 KammermusikFEST Pass (alle 3 Veranstaltungen)

KammermusikFEST: Fabian Müller & Jonas Palm

Wer eine neue Sonate oder Etüde komponiert, führt die jeweilige Gattung weiter. Deshalb wird das auch häufig zum Anlass genommen, sich mit der Tradition auseinanderzusetzen. Claude Debussy etwa ging es in seiner späten Kammermusik um die Rückbesinnung auf die französische Musik des 18. Jahrhunderts – in betonter Abkehr von der dominierenden deutsch-österreichischen Romantik. Seine elegante Cellosonate zeigt aber auch deutliche spanische Anklänge. Bei György Ligeti erinnert schon der französische Titel „Études pour piano“ an das Vorbild Debussy. Seine zwischen 1985 und 2001 entstandenen insgesamt 18 Klavieretüden warten allerdings zudem mit exorbitanten Schwierigkeiten auf, vor allem, was die Rhythmen betrifft. César Francks Cellosonate – eine Variante seiner berühmten Violinsonate – erschien einem Kritiker seiner Zeit trotz ihrer modernen Formgebung „wie eine der schönsten Kompositionen der großen Klassiker“, so, als hätte Bach im 19. Jahrhundert gelebt.

€ 29 Einzelticket
€ 75 KammermusikFEST Pass (alle 3 Veranstaltungen)

Als InhaberIn der SWR2 Kulturkarte erhalten Sie auf dieses Konzert 25% Rabatt, buchbar hier im Webshop oder unter Tel. 06221 584 00 44.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

KammermusikFEST: ricordilab

€ 29 Einzelticket
€ 75 KammermusikFEST Pass (alle 3 Veranstaltungen)

In Kooperation mit der Universität Heidelberg und dem ricordilab (Ricordi Berlin)

KammermusikFEST Pass

€ 75 KammermusikFEST Pass (alle 3 Veranstaltungen)

ESCAPE.Klubnacht – Powered by MLP (buchbar ab 1. März)

KünstlerInnen und Programm werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben unter: www.klubnacht-fruehling.de

Tickets sind buchbar ab 01. März 21

In Kooperation mit der halle02

Igor Levit & Hagen Quartett

Mozart kann heller strahlen als jeder andere Komponist. Aber besonders berührt seine Musik, wenn sich ein Schatten über seine „Sonne“ legt, wie im h-Moll-Adagio KV 540, das reich ist an Trauer- und Klagegesten, dazu schroff in den dynamischen Kontrasten und seiner Harmonik. Vergleichbares lässt sich auch im erregt-ergreifenden letzten Streichquartett des Wiener Klassikers beobachten. „In diese Musik ist der Daseinsschmerz so als etwas Selbstverständliches hineingewoben, dass er sich immer wieder in rätselhafte, unergründliche Schönheit hüllen darf“, befand Musikredakteur Andreas Grabner. Schostakowitschs Klavierquartett von 1940 handelt – wie viele seiner Werke – unterschwellig von der Kriegsbedrohung. Es ist ein Stück voll unterdrückter Dramatik. Gleichzeitig huldigt es im Präludium-Fuge-Satzpaar wie auch in der glasklaren Linienführung Johann Sebastian Bach als dem großen musikalischen Vorbild des Russen.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

»Auf ein Wort mit …«: Igor Levit & Thorsten Schmidt

Preis inkl. Begrüßungs-Aperitif

TIPP: Lassen Sie das Gespräch bei einem köstlichen Mittagessen in der »Kurfürstenstube« Revue passieren. Der Europäische Hof freut sich über Tischreservierungen unter Tel. 06221-515512.

Eine Veranstaltung des Heidelberger Frühling und des Europäischen Hof Heidelberg

Igor Levit & Matti Raekallio

Die Kunst der Fugenkomposition hat viele Tonsetzer herausgefordert. Selbst im burlesken Finale aus Mozarts F-Dur-Klavierkonzert KV 459, das Ferruccio Busoni zum „Duettino Concertante“ für zwei Klaviere umgearbeitet hat, ist der strenge Kontrapunkt präsent. Beethovens „Große Fuge“, zunächst für Streichquartett komponiert und von ihm selbst für Klavier zu vier Händen arrangiert, überforderte die Zeitgenossen und gilt noch heute als schwer verständlich bzw. als Grenzerfahrung. Ferruccio Busoni krönte sein Klavierschaffen mit der monumentalen „Fantasia contrappuntistica“, einer Fortführung und Überbietung des von Bach unvollendet hinterlassenen Contrapunctus XIV der „Kunst der Fuge“. Igor Levit meistert alle drei Werke zusammen mit seinem einstigen Professor in Hannover, Matti Raekallio, den er weiterhin als Klavierpartner schätzt.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Wir danken
Heidelberger Volksbank

Iveta Apkalna

Bach vs. Glass, das heißt: Alte gegen Neue Welt, barocke gegen minimalistische Musik, größtmögliche Komplexität gegen größtmögliche Reduktion. Hier Klangkathedralen mit Verflechtung eigenständiger Stimmen, dort Klanglandschaften aus repetitiven, tranceartig in sich kreisenden Tonfolgen. Und immerhin liegen gut 250 Jahre Musikgeschichte dazwischen. Doch die gefeierte Lettin Iveta Apkalna, Titularorganistin der Hamburger Elbphilharmonie, bringt die beiden Komponisten zusammen und offenbart dabei neben reizvollen Kontrasten auch verblüffende Gemeinsamkeiten. Hier wie dort gibt es etwa eine Musik, die durch Wiederholung und Veränderung kleinteiliger Spielfiguren und Muster Zeit und Raum „entgrenzt“. Man vergleiche nur Bachs G-Dur-Fantasie mit Glass‘ „Music in Contrary Motion“…

In Kooperation mit

Vocalensemble Rastatt

Was ist dort, „…in des Himmels Ferne“? Das fragen der Organist Hans-Bernhard Ruß und das Vocalensemble Rastatt in ihrem Nachmittagsprogramm der Standpunkte zum Thema „Entgrenzung“. Es beginnt hier und jetzt mit zwei Stücken von Arvo Pärt, in denen es um die „Jahr für Jahr“ gefeierte Messe und um die „Seligpreisungen“ geht, in denen den „geistlich armen“ und den „um der Gerechtigkeit Verfolgten“ das Himmelreich versprochen wird. Marcel Dupré stimmt einen Sonnenhymnus an, Gustav Mahler verkündet mit kindlich-naivem Glauben: „je lieber möcht‘ ich im Himmel sein“. Aber was ist das überhaupt, das Himmelreich? In Schumanns Rückert-Vertonung „An die Sterne“ gehen von den Himmelskörpern „Strahlen bessrer Welt“ aus, zugleich verheißen sie künftige „Himmelsruh“ und „ungetrübten Frieden“. In Olivier Messiaens Orgel-Meditationen zur „Himmelfahrt“ sind „heitere Hallelujas einer zum Himmel strebenden Seele“ zu hören. Und Johannes Brahms malt sich in einer pastoralen Idylle aus, wie sie wohl sind, die „lieblichen Wohnungen“ des Herrn.

Als InhaberIn der SWR2 Kulturkarte erhalten Sie auf dieses Konzert 25% Rabatt, buchbar hier im Webshop oder unter Tel. 06221 584 00 44.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg