Callisto Quartet

Paul Aguilar, Violine
Rachel Stenzel, Violine
Eva Kennedy, Viola
Hannah Moses, Violoncello

Das Callisto Quartet, bestehens aus vier leidenschaftlichen Musiker, die ihre Liebe zur Kammermusik teilen, ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe wie Melbourne International Chamber Music Competition 2018, dem Fischoff National Chamber Music Competition 2018 und dem Wigmore Hall International String Quartet Competition 2018. Im Jahr 2019 ist das Callisto Quartet zum einen Graduate String Quartet in Residence an der Shepherd School of Music der Rice University und wurde zum anderen zum Studium bei Günter Pichler (Alban Berg Quartett) eingeladen.

Ihre wichtigsten Mentoren sind Si-Yan Darren Li, Peter Salaff und Gerhard Schulz. Darüber hinaus arbeitete das Ensemble mit dem Brentano, Cavani und Emerson Quartett. Weiterhin arbeiten die Musiker*innen als Dozent und die Durchführung von Meisterkursen an zahlreichen Orten, darunter der Bravo International Chamber Music Workshop, die University of Central Florida, das Midwest Young Artists Conservatory und die CIM Preparatory Division.

Das Quartett hat bei vielen renommierten Kammermusikfestivals wie dem Norfolk Chamber Music Festival, der McGill International String Quartet Academy, dem Juilliard String Quartet Seminar und dem Robert Mann String Quartet Institute gespielt. Höhepunkte ihrer jüngsten Auftritte sind die Zusammenarbeit mit dem Cellisten David Geringas und dem Pianisten Gilles Vonsattel sowie ihr New Yorker Debüt bei der Schneider Concert Series. Das Jahr 2019 umfasst Auftritte beim Ravinia Festival sowie die Zusammenarbeit mit Frank Cohen und John Novacek.

Quartetto di Cremona

Cristiano Gualco, Violine
Paolo Andreoli, Violine
Simone Gramaglia, Viola
Giovanni Scaglione, Violincello

Seit seiner Gründung im Jahr 2000 hat sich das Quartetto di Cremona als eines der spannendsten Kammerensembles auf internationaler Ebene etabliert. Sie werden regelmäßig zu großen Musikfestivals in Europa, Nord- und Südamerika und Fernost eingeladen und genießen allgemeine Anerkennung für ihr hohes Niveau an interpretativer Kunst.

Als “BBT Fellowship”-Preisträger 2005, erhielt das Quartetto di Cremona vom Borletti Buitoni Trust auch den “Franco Buitoni Award” (Ausgabe 2019) für seinen kontinuierlichen Beitrag zur Förderung der Kammermusik in Italien und der ganzen Welt.

Zu den bemerkenswerten aktuellen Aufnahmeprojekten gehört die im Frühjahr 2019 veröffentlichte Doppel-CD mit dem Cellisten Eckart Runge. Die Schubert CD wurde aufgenommen mit dem Stradivarius Instrumenten-Set mit dem Namen “Paganini Quartet”, das von der Nippon Music Foundation (Tokyo) freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde. Das Album fand in der internationalen Presse großen Anklang, die einstimmig das Quartetto di Cremona als den wahren Erben des Quartetto Italiano betrachtet. Gleiches gilt für Beethovens Streichquartettzyklus, der 2018 für Audite abgeschlossen wurde: Die acht Bände erhielten renommierte Preise (darunter Echo Klassik 2017 und ICMA 2018) und erhielten zahlreiche Auszeichnungen von Fachkritikern.

Die erfolgreiche Saison 2018/19 umfasste Konzerte in Berlin, Hamburg, Stockholm, Amsterdam, Valencia, Mailand, Rom sowie in New York, Cartagena de Indias, Hongkong, Colmar und auf der Schubertiade. Zu den Höhepunkten der Saison 2019/2020 gehören eine lange Tournee durch Nordamerika, Auftritte in den Niederlanden, Spanien, Deutschland, der Schweiz, Albanien, Taiwan und Finnland sowie mehrere Konzerte an den wichtigsten italienischen Musikinstitutionen.

Im Jahr 2020 feiert das Quartetto di Cremona sein zwanzigjähriges Bestehen, ein wichtiger Meilenstein für das italienische Ensemble. Aus diesem Anlass werden in den zwei aufeinander folgenden Saisons (2019/2020 und 2020/2021) herausragende Konzerte und Plattenprojekte entwickelt: mehrere Aufführungen des gesamten Zyklus der Beethoven-Quartette, weitere CD-Veröffentlichungen, eine Tournee mit Bachs “Kunst der Fuge”, neue Musik, die speziell für das Quartett komponiert wurde.

Häufig zu Meisterkursen in Europa, Nord- und Südamerika und Asien eingeladen, sind sie seit 2011 Professoren an der “Walter Stauffer Academy” in Cremona. Sie sind Botschafter des internationalen Projekts “Friends of Stradivari” und Ehrenbürger von Cremona.

Das Ensemble wird freundlicherweise von der Kulturförderung Peter Eckes mit fantastischen italienischen Instrumenten unterstützt:

Cristiano Gualco – violin Nicola Amati, Cremona 1640
Paolo Andreoli – violin Paolo Antonio Testore, Milano ca. 1758 (Kulturfonds Peter Eckes)
Simone Gramaglia – viola Gioachino Torazzi, ca. 1680 (Kulturfonds Peter Eckes)
Giovanni Scaglione – cello Dom Nicola Amati, Bologna 1712 (Kulturfonds Peter Eckes)

Cuarteto Quiroga

Aitor Hevia, Violine
Cibrán Sierra, Violine
Josep Puchades, Viola
Helena Poggio, Violoncello

Das Cuarteto Quiroga gilt als eines der außergewöhnlichen Ensembles der jungen Generation aus Europa. Von Kritikern und Publikum gelobt ist das Ensemble für den persönlichen Charakter seiner Interpretationen und seine musikalische Risikofreude international bekannt. Das Ensemble widmet sein Schaffen dem großen galizischen Violinisten Manuel Quiroga, neben Pau Casals und Pablo de Sarasate einer der herausragenden Instrumentalisten der spanischen Musikgeschichte.

Bei den bedeutendsten internationalen Quartett-Wettbewerben (Bordeaux, Borciani, Beijing, Genf, Paris, Barcelona, etc.) wurde das Quartett mehrfach ausgezeichnet und konzertierte bereits in den großen Sälen und Festivals in Europa und Amerika, darunter Wigmore Hall, Musikfestival Heidelberger Frühling, Laeiszhalle Hamburg, Konzerthaus Berlin, Liederhalle Stuttgart, Muziekgebouw und Concertgebouw Amsterdam, De Doelen Rotterdam und Auditorio Nacional Madrid.

Auf der Bühne musizierte das Quartett mit Martha Argerich, Valentin Erben, Javier Perianes, Veronika Hagen, Jörg Widmann und Jonathan Brown. Die CD-Alben des Quartetts Statements und (R)evolutions erfuhren einstimmiges Lob der Fachpresse und des internationalen Publikums. 2015 erschienen zudem die Quartette Brahms‘ und bei Harmonia Mundi die Quintette von Turina und Granados mit Javier Perianes. Die aktuellsten Alben sind Terra mit Musik von Bartok, Halffter und Ginastera und Heritage mit Spanischen Hofmusik aus dem XVIII. Jahrhundert.

Das Quiroga Quartett ist Ensemble in Residence bei der Fundación Museo Cerralbo in Madrid.

Signum Quartett

Florian Donderer, Violine
Annette Walther, Violine
Xandi van Dijk, Viola
Thomas Schmitz, Violoncello

Das Signum Quartett hat durch seine mitreißend lebendigen Interpretationen ein Zeichen in der internationalen Quartettszene gesetzt und sich mit seinen individuellen Programmkonzeptionen als eines der profiliertesten Ensembles seiner Generation etabliert.

Intensive Studien mit dem Alban Berg Quartett, dem Artemis Quartett und dem Melos Quartett sowie die Zusammenarbeit mit György Kurtág, Walter Levin, Alfred Brendel, Leon Fleisher und Jörg Widmann prägen die künstlerische Entwicklung des Signum Quartetts, das zahlreiche Preise gewonnen (Deutscher Musikwettbewerb, Premio Paolo Borciani, London International String Quartet Competition) und vielfach Förderung erfahren hat (u.a. BBC New Generation Artists, stART-Programm/ Bayer Kultur).

Konzertauftritte führen das Signum Quartett auf internationale Podien von Madrid und Barcelona bis Basel und Paris, von der Hamburger Laeiszhalle, dem Pierre Boulez Saal und der Philharmonie Berlin, dem Gewandhaus Leipzig, der Philharmonie Luxemburg, dem Concertgebouw Amsterdam, dem Konzerthaus Wien, der Wigmore Hall London, der Bostoner Harvard Musical Association bis hin zum Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Rheingau Musik Festival, den Schwetzinger Festspielen und den BBC Proms.

Die Diskographie des Signum Quartetts belegt seine stilistische Bandbreite: Neben den Großen der Quartettliteratur finden sich hier auch Raritäten wie die Quartette Ludwig Thuilles und eine Einspielung mit Quartettsätzen.

Die CD „No. 3“ (Bartók, Berg und Schnittke) erhielt den International Classical Music Awards 2014 als beste Aufnahme in der Kategorie Kammermusik. Nach den darauffolgenden CDs „soundescapes“ (Ravel, Debussy, Adès) und „Alla czeca“ (Suk, Schulhoff, Dvorák) erschien kürzlich die CD „Aus der Ferne“ mit Werken Franz Schuberts, welche von der internationalen Presse überschwänglich gelobt wurde und mit dem Diapason d‘Or für September 2018 ausgezeichnet wurde .

Die künstlerische Arbeit des Signum Quartetts ist in besonderem Maße durch die regelmäßige Kooperation mit zeitgenössischen Komponisten geprägt. Bruno Mantovani widmete dem Ensemble sein Drittes Streichquartett. Für 2019 werden Erst-Aufnahmen von Werken Erkki-Sven Tüürs und Kevin Volans‘ erscheinen.

2015 rief das Quartett das innovative Social-Media-Projekt #quartweet ins Leben, das weltweit Komponisten – unabhängig von Alter und Ausbildung – dazu einlädt, ein kurzes Quartett von 140 Zeichen oder weniger über Twitter zu senden. Das Projekt rief großes Medienecho hervor und wurde u.a. von Deutschlandfunk, bei BBC In Tune und im Rahmen der Sendung U-21 des Bayerischen Rundfunks vorgestellt. Unter den Komponisten, die bereits Werke beigesteuert haben, finden sich Brett Dean, Sebastian Currier, die Pulitzer-Preisträgerin Caroline Shaw, Bruno Mantovani und Kevin Volans.

Zu den Kammermusikpartnern des Quartetts zählen Elisabeth Leonskaja, Jörg Widmann, Igor Levit, Nils Mönkemeyer, Adrian Brendel und Dominique Horwitz.

Navarra String Quartet

Magnus Johnston, Violine
Marije Johnston, Violine
Sascha Bota, Viola
Brian O’Kane, Violoncello

Das Navarra String Quartet wurde 2002 gegründet und hat sich international einen Namen gemacht. Es wurde von 2006 bis 2010 vom Young Classical Artists Trust (YCAT) gefördert und erhielt den MIDEM Classique Young Artist Award und ein Borletti-Buitoni Trust Stipendium. Das Ensemble gastierte unter anderem im Amsterdamer Concertgebouw, der Royal Festival Hall, der Wigmore Hall, dem Sydney Opera House, dem Lincoln Center, der Luxembourg Philharmonie, dem Berliner Konzerthaus, der Laeiszhalle in Hamburg, bei internationalen Festivals im Rheingau, Mecklenburg-Vorpommern, Aix-en-Provence und Bergen sowie in Russland, den USA, China, Korea, Australien und dem Nahen Osten.

Zu den hochgelobten Aufnahmen gehören Haydns »Die sieben letzten Worte« für Altara Records, eine CD von Joseph Phibbs für NMC Records und eine CD von Pēteris Vasks‘ ersten drei Streichquartette für Challenge Records, die sie in enger Zusammenarbeit mit dem Komponisten selbst aufgenommen haben. Die Aufnahme wurde von Kritikern als »atemberaubend«, »sensationell« und »überzeugend« beschrieben und für den renommierten Deutschen Schallplattenkritikpreis nominiert.

Das Quartett spielt auf einer Hieronymus II Amati-Geige, einer Jean-Baptistery Vuillaume Geige (freundlicherweise von einem großzügigen Sponsor der Beares International Violin Society an Marije verliehen) und einem Grancino Cello aus dem Jahr 1698 in Mailand (großzügig verliehen vom Cruft – Grancino Trust, der von der Royal Society of Musicians verwaltet wird).

Dörte Schmidt

Geboren 1964. Studium der Schulmusik (künstl. Hauptfach: Viola), Musikwissenschaft, Germanistik und Philosophie in Hannover, Berlin und Freiburg; Stipendiatin des ev. Studienwerkes Villigst e.V. 1992 Promotion bei Hermann Danuser an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br. (Lenz im Zeitgenössischen Musiktheater. Literaturoper als kompositorisches Projekt bei Bernd Alois Zimmermann, Friedrich Goldmann, Wolfgang Rihm und Michèle Reverdy, Stuttgart 1993). Danach als Stipendiatin der Paul-Sacher-Stiftung in Basel, sowie des DAAD und der Maison des Sciences de l’Homme in Paris. Ab Dezember 1992 als Wiss. Mitarbeiterin, später als Wiss. Assistentin von Werner Breig am Musikwissenschaftlichen Institut der Ruhr-Universität Bochum. Von Okt. 95 bis Sept. 97 beurlaubt für ein Habilitationsstipendium der DFG, Forschungsaufenthalte in Wien und Paris; 1997 Habilitation in Bochum (Armide hinter den Spiegeln. Lully, Gluck und die Möglichkeiten der dramatischen Parodie, Stuttgart 2001). Nach Vertretungen in Freiburg, Bochum und Stuttgart von 2000 bis 2006 Professorin für Musikwissenschaft an der Musikhochschule Stuttgart. Von 2002 bis 2005 als Schriftleiterin der Zeitschrift Die Musikforschung verantwortlich für den Aufsatzteil, seit 2005 Mitglied im Vorstand der Gesellschaft für Musikforschung. Seit WS 2006 Professorin für Musikwissenschaft an der Universität der Künste Berlin. Seit November 2010 Vizepräsidentin des Landesmusikrats Berlin, seit Oktober 2013 Präsidiumsmitglied im Deutschen Musikrat. Mitglied des Editorial Board von Acta Musicologica sowie im Advisory Board der Elliott Carter Studies Online. Seit 2016 Projektleiterin der Bernd Alois Zimmermann-Gesamtausgabe in der Trägerschaft der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. Seit September 2017 Präsidentin der Gesellschaft für Musikforschung, seit 2018 Sprecherin des Zentrums Preußen-Berlin der BBAW.

Streichquartettfest | Abschlusskonzert

Nachdenkliche Töne mischen sich in das Finale des Streichquartettfests: Schostakowitsch betrachtete sein achtes Streichquartett als »Requiem für sich selbst«, Brahms plante ursprünglich, mit seinem zweiten Streichquintett sein kompositorisches Werk zu beschließen. Und auch Haydn verbindet in seinem sanglichen op. 33 Nr. 6 heitere mit ruhig-fliesenden Gedanken. Aufwühlende, abgründige Leidenschaft verbindet sich in der Musik dieses Vormittags mit echter Lebensfreude, Melancholie und erhabenem Ernst – was für ein Abschluss!

Im Anschluss gemeinsamer Ausklang mit den KünstlerInnen in der Festival Cafeteria

Streichquartettfest | Lange Nacht des Streichquartetts

Genuss für alle Sinne und Publikumsliebling – das ist die Lange Nacht des Streichquartetts. In diesem Jahr dreht sich ein »vielsaitiges« Überraschungsprogramm um das zweite Streichsextett von Johannes Brahms, in dem er seine bereits einige Jahre zuvor geplatzte Verlobung musikalisch verarbeitet. Von diesem persönlichen Bezug abgesehen, ist das Werk absolute Kammermusik in Reinform – kein Wunder, dass es gemeinsam mit dem früheren B-Dur-Sextett dem Komponisten zum endgültigen Durchbruch verhalf.

Streichquartettfest | Konzert

In der Trias von Beethovens op. 59 durchlebt die kammermusikalische Paradegattung beispielhaft ihre Wandlung von einer intimen, im abgeschirmten höfisch-elitären Rahmen ausgeübten Musizierform hin zu einer öffentlichen Konzertgattung sinfonischen Ausmaßes. Kein Wunder, dass die Zeitgenossen zunächst befremdet reagierten. Selbst das befreundete Schuppanzigh-Quartett glaubte beim ersten Durchspielen an einen Scherz des Komponisten, andernorts galt das op. 59 gar als »Flickwerk eines Wahnsinnigen«.

€ 18 Halbtageskarte (14.30 – 18.00 Uhr) inkl. der Veranstaltungen um 14.30 Uhr und 16.00 Uhr

Streichquartettfest | Konzert

Über den ersten Satz kam Franz Schubert in seinem zwölften Streichquartett nicht hinaus, doch dieser hat es in sich: Seine von Licht und Schatten geprägten Gegensätze offenbaren eine musikalische Landschaft von herb-süßer Schönheit. Geschrieben in einer Zeit der Suche nach einer eigenen Sprache, weist der expressive Satz voraus auf die großen Kammermusikwerke des Komponisten. Ungarisches Kolorit in verdichteter, harmonisch-kontrapunktischer Klanglichkeit bietet Bartóks Streichquartett Nr. 3.

€ 18 Halbtageskarte (14.30 – 18.00 Uhr) inkl. der Veranstaltungen um 14.30 Uhr und 17.00 Uhr