Benedikt Kristjánsson

Interview

Beruf: Tenor, global singer
Geburtsort: Húsavík, ein Fünfzehn-Seelendorf im Norden Islands
Alter: 33 Jahre, drei Kinder
Special interest: Bach, Evangelist

Du bist in Húsavík geboren, ein Nest an der Nordküste Islands- Lebt ein Stück Wikinger in dir fort?

Die Insel hat mich geprägt. Ich liebe die Landschaften, die Kultur und die Menschen. Die Volkslieder Islands inspirierten mich zu meiner ersten Solo-CD, auf der ich die einfachen unbegleiteten Melodien neben Lieder von Schubert stelle. Das Projekt hatte den Arbeitstitel „Zu mir, in das Boot“, dahinter könnte man schon ein Wikinger-Thema vermuten.

War Deutschland ein Kulturschock für dich?

Kein Schock, aber eine große Umstellung schon. In Berlin leben 3,7 Millionen Menschen und in ganz Island nur 356.000. Ich hatte das Glück, dass mir Deutschland und seine Sprache vertraut waren, denn ich bin mit neun ein Jahr in Heidelberg zur Schule gegangen. Wenn man Berufsmusiker werden möchte, muss man für eine gute Ausbildung raus aus Island, ich habe Berlin gewählt.

Du hast erst mit vierzehn in deiner Rockband mit dem Singen begonnen, in der Regel lernen Evangelisten ihr Handwerk eher in Knabenchören.

Bei Familientreffen sangen wir mit siebzehn Onkel und Tanten vierstimmig, daher denke ich, dass wir eine musikalische Familie sind. Meine Mutter ist ausgebildete Sängerin, aber ich habe mit klassischer Gitarre begonnen. Das Singen kam mit der Band, Chormusik habe ich später im isländischen Jugendchor kennen- und lieben gelernt.

Und wie wurde das Hobby zum Beruf?

Mein Vater schenkte mir zum sechszehnten Geburtstag eine CD von Fritz Wunderlich, die mich so in den Bann geschlagen hat, dass ich nur noch eines wollte: Sänger in Deutschland zu werden.

Dein Vater ist Theologe, auch du bezeichnest dich als gläubigen Christen. Wie wichtig sind dir Oratorien und ihre Botschaften?

Sehr wichtig, ein Beispiel ist die Johannespassion für Tenor allein, die ich 2019 mit dem Podium Esslingen aufgenommen habe und für die wir den Opus Klassik als innovativstes Konzert gewonnen haben. Ich singe alle Partien, bin also Jesus, Petrus, Pilatus, die Magd und die Juden. Eine verrückte Idee, aber ich habe ein Konzept entwickelt, wie man das Stück mit nur einem Sänger, Schlagwerk und Tasteninstrument aufführen kann.

Deine Stimme klingt nordisch hell, hast du ein Vorbild?

Ja, ich habe Vorbilder, aber nicht im Sinne von „Ich möchte genauso wie dieser Sänger klingen“. Ich versuche immer die natürliche Farbe meiner Stimme zu erhalten.

Der Kanon vor den großen christlichen Festen ist eng: Du singst über Wochen Bachs Weihnachtsoratorium oder seine Passionen. Hast du Angst vor Routine?

Nein, denn nur die Gegenwart zählt. Ich gebe immer alles und singe jedes Konzert als ob es mein Letztes wäre.

Was sind die Momente puren Glücks?

Wenn ich spüre, dass ich die Menschen bewege. Das sind magische Momente. Wenn ich sie erreicht habe, spüre ich als Resonanz die Energie der Zuhörer.

Biografie

Der Tenor Benedikt Kristjánsson ist in Húsavík, Island geboren.  Seinen ersten  esangsunterricht mit 16 Jahren erhielt er bei seiner Mutter, Margrét Bóasdóttir an der Reykjavík Akademie für Gesang. Er war Mitglied und häufiger Solist in dem renommierten Jugendchor Hamrahlíðarkórinn« unter der Leitung von Thorgerdur Ingolfsdottir.
Er studierte bei Prof. Scot Weir an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin und besuchte Meisterkurse bei Peter Schreier, Christa Ludwig, Elly Ameling, Robert Holl, Andreas Schmidt und Helmut Deutsch. Er ist ein 1. Preisträger des Internationalen Gesangs-Wettbewerbs cantateBach in Greifswald, und ein Publikumspreisträger des Internationalen J. S. Bach-Wettbewerb in Leipzig.

Solistische Engagements führten ihn zu manchen der berühmtesten Konzertsälen der Welt. Wie z.b Konzerthaus Wien, Berliner Philharmonie, Chapelle Royal in Versailles, Walt-Disney Hall in Los Angeles und Concertgebouw Amsterdam. Er arbeitete mit mit namenhaften Orchestern wie der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Gaechinger Cantorey, Hofkapelle München, Nederlandse Bachverening, Gulbenkian Orchestra, Akademie für Alte Musik Berlin und Freiburger Barockorchester.

Er arbeitete mit Dirigenten wie Michel Corboz, Jos van Veldhoven, Christoph Spering, Vaclav Luks, Reinbert de Leeuw, Peter Dijkstra, Reinhard Goebel, Philippe Herreweghe und Hans-Christoph Rademann.

Im Oper Bereich sang Benedikt an der Staatsoper in Berlin, und im Theater Kiel und Staatstheater Braunschweig, wo er baroque und modernes repertoire gesungen hat.

Auch tretet er regelmaßig auf bei Festivals wie Musikfest Stuttgart, Thüringer Bach-Wochen, Händefestspiele in Halle und Festival Oude Muziek in Utrecht.

Sein Debüt-CD “Drang in die Ferne” ist bei dem Label GENUIN im Jahr 2019 erschienen, mit Liedern von Franz Schubert und Isländischen Volksliedern a capella.

 

Wagner Moreira

Der brasilianische Tenor Wagner Moreira studierte and der Universidade Federal de Minas Gerais in Brasilien sowie an der Royal Academy of Music in London, und von 2016 bis 2018 war er Mitglied der Royal Academy Opera.

Er ist Preisträger verschiedener Wettbewerbe, darunter des Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg/DE, des Wettbewerbs Bampton Classical Opera Young Singers/ UK, des Villa-Lobos Wettbewerbs/ BRA, des Wettbewerbs des Orquestra Sinfônica de Minas Gerais/BRA und des Internationalen Gesangswettbewerbs Bidu Sayão/ BRA.

Sein Opernrepertoire umfasst Partien wie Ottavio / DON GIOVANNI, Basilio und Don Curzio / LE NOZZE DI FIGARO, Oebalus / APOLLO ET HYACINTHUS, Zweiter Soldat / L’INCORONAZIONE DI POPPEA, Goro / MADAMA BUTTERFLY, Pluto / ORPHÉE AUX ENFERS, Docteur miracle / LE DOCTEUR MIRACLE und Marco Orazio/ GLI ORAZI E I CURIAZI.

Darüber hinaus verfügt Wagner Moreira über Erfahrung als Oratoriensänger, darunter in Mozarts „Requiem“ und „Krönungsmesse“, Beethovens C-Dur Messe und der 9. Symphonie, Haydns „Nelson Messe“ sowie Händels „Messias“, Bachs „Johannespassion“ und Rossinis „Stabat Mater“.

Als Mitglied des Song Circles der Royal Academy of Music und des Britten-Pears Young Artist Programmes hat er auch viel Erfahrung mit Liedrepertoire gesammelt.

Diese Spielzeit gibt er sein Debüt an der Deutschen Oper Berlin in der Uraufführung von Chaya Czernowins „HEART CHAMBER“ unter der musikalischen Leitung von Johannes Kalitzke.

Georg Poplutz

Der für seine klangliche Empfindsamkeit und Ausdrucksstärke geschätzte Lied- und Oratorientenor Georg Poplutz gehört zu den vielgefragten Interpreten seines Fachs, insbesondere auch als „Evangelist“. Er konzertiert 2019/20 u.a. mit Jürgen Banholzer, Jörg-Andreas Bötticher, Matthias Grünert, Rudolf Lutz, Hermann Max, Ralf Otto, Christoph Prégardien, Hans-Christoph Rademann, Michael Schneider und Michael A. Willens, mit Arno Paduchs „Johann Rosenmüller Ensemble“, dem „Cantus Cölln“ von Konrad Junghänel sowie mit einem Duettprogramm mit dem Freiburger BarockConsort bei namhaften Festivals und in bedeutenden Konzerthäusern und Kirchen in Deutschland sowie in Belgien, Japan, der Schweiz und in Spanien. Konzertreisen führten ihn außerdem nach China, Mexiko, Singapur und Südafrika. Poplutz hat an zahlreichen Rundfunk- und mehr als 80 CD- bzw. DVD-Aufnahmen als Solist mitgewirkt, darunter sind Bachs Weihnachtsoratorium und die Passionen mit Otto (Naxos), einige Kantaten Bachs für die J.S.Bach-Stiftung St. Gallen mit Lutz und zahlreiche Werke für die aktuelle Heinrich-Schütz-Gesamtaufnahme (Carus) mit Rademann zu finden. Dem Lied widmet sich Poplutz u.a. mit seinem Klavierpartner Hilko Dumno (CD „Lieder an die Entfernte“) und mit seinen Gitarrenpartnern Asendorf & Hladek (CD Schuberts „Die schöne Müllerin“) und dem Schweizer Duo Morat-Fergo (Schuberts „Winterreise“) sowie mit seinem Orgelpartner Jürgen Banholzer. Nach dem Lehramtsexamen in Münster und Dortmund studierte der im westfälischen Arnsberg aufgewachsene Poplutz Gesang in Frankfurt/M. und Köln bei Berthold Possemeyer und Christoph Prégardien. Seit 2010 wird er stimmlich von Carol Meyer-Bruetting beraten.

Daniel Norman

Der Tenor Daniel Norman war Chorschüler am New College Oxford, wo er zudem Ingenieurwesen studierte. Sein Studium setzte er in der USA, in Kanada und an der Royal Academy of Music in London fort. In seinem ersten College-Jahr debütierte er in der Queen Elizabeth Hall, der Royal Festival Hall, der Wigmore Hall, beim Aldeburgh Festival sowie der Almeida Opera und im Barbican Centre in London.

Er konzertierte u.a. mit dem Mahler Chamber Orchestra, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem BBC Philharmonic London Sinfonietta unter der Leitung von so namhaften Dirigenten wie Daniel Harding oder Edward Gardner. Liederabende gab er u.a. in der Wigmore Hall und Kings Place in London und beim Oxford Lieder Festival.

Zahlreiche Opernengagements führten ihn u.a. an die Scottish Opera in Glasgow, die Opera Boston, die Opéra National de Paris und an die Bayerische Staatsoper.

Zu Daniel Normans CD-Aufnahmen zählen u.a. die Mitwirkung an einer mehrteiligen Schubert-Einspielung mit Graham Johnson bei Hyperion und Beethovens 9. Sinfonie mit dem Minnesota Orchestra, die für einen Grammy nominiert wurde. Außerdem erschien eine Solo-CD mit Brittens „Winter Words“ und “Who Are These Children?“ bei BIS.

 

Julian Prégardien

Julian Prégardien wurde 1984 in Frankfurt geboren und erhielt seine erste musikalische Bildung in den Chören der Limburger Dommusik. Nach Studien in Freiburg und im Rahmen der Académie des Opernfestivals von Aix en Provence war er von 2009 bis 2013 Ensemblemitglied an der Oper Frankfurt. Parallel entwickelte sich seine internationale Konzerttätigkeit, überwiegend mit Vertretern der sogenannten historischen Aufführungspraxis.

Inzwischen ist der Tenor ein international herausragender Vertreter der jungen Sänger-Generation. In den letzten Jahren debütierte er beim Festival d’Aix an Provence, an der Hamburgischen und an der Bayerischen Staatsoper und an der Opéra Comique in Paris. Bei den Salzburger Festspielen ist er seit 2015 regelmäßig als Konzertsänger zu Gast, 2018 folgt sein szenisches Debüt als Narraboth in Richard Strauss „Salome“ in der Regie von Romeo Castellucci mit den Wiener Philharmonikern unter Leitung von Franz Welser-Möst.

Regelmäßige Einladungen zu seinen Orchestern in Montreal und Hamburg verbinden ihn mit dem Dirigenten Kent Nagano, mit dem er auch an der Seite seines Vaters Christoph Prégardien in der Titelpartie eine konzertante Aufführung von Mozarts „Idomeneo“ gemeinsam mit Concerto Köln realisierte.

Er gilt als einer der renommiertesten Bach-Evangelisten und nimmt die Matthäuspassion im Frühjahr 2019 zum zweiten Mal auf CD auf (mit dem Bach Collegium Japan und Masaaki Suzuki). Im November 2018 leitet er eine Meisterklasse (Bach Johannespassion) in Kooperation mit dem Montreal Bach Festival und der McGill University, der Université de Montréal und dem Conservatoire de Musique.

Einen besonderen Schwerpunkt der künstlerischen Tätigkeit Julian Prégardiens bilden Liederabende und Kammermusikprojekte. In der Saison 2018/2019 gibt er Liederabende u.a. mit den Pianisten Kristian Bezuidenhout, Martin Helmchen, Eric le Sage und Lars Vogt.

Daneben hat Julian Prégardien die Medienplattform P.RHÉI ins Leben gerufen und veröffentlicht dort ein Editionsprojekt, das die Aufführungspraxis und Interpretationsgeschichte von Franz Schuberts Liedzyklus Winterreise beleuchtet. Teil dieses Projektes ist auch eine Einspielung der „komponierten Interpretation“ der Winterreise von Hans Zender (UA 1993), die 2018 vom Label Alpha Classics international veröffentlicht wird.

Im November 2017 wurde Julian Prégardien auf eine Professur für Gesang an der Hochschule für Musik und Theater München berufen. Er ist Mitglied des Schumann-Netzwerkes und Förderer des Singpatenprogramms Canto elementar.

Daniel Behle & Oliver Schnyder

Es ist nicht sehr bekannt, dass Richard Strauss auch eine satirische Ader hatte. Einmal tat er sich gar mit Alfred Kerr zusammen. Das Ergebnis: Der »Krämerspiegel«, eine deftige Lieder-Attacke auf die großen Musikverlage, die kaum (nein: gar nicht) verklausuliert durch den Kakao gezogen werden: »Sein Breitkopf hart und härter war… wie der Brite so der Schott… der Bock als Bote« – da weiß jeder, wer gemeint ist. Das Spottlied ist eine wirkungsvolle Spielart des politischen Lieds. Bei Kerr und Strauss geht es um Kunst versus Kommerz, und die Botschaft ist klar: »Die Künstler sind die Schöpfer, ihr Unglück sind die Schröpfer.«

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

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Krystian Adam

Krystian Adam schloss sein Studium mit Auszeichnung in Gesang und Musikausbildung in Wroclaw ab. Anschließend setzte er sein Studium am Konservatorium G. Verdi in Mailand fort. Sein Debüt als Conte d’Almaviva in Il Barbiere di Siviglia gab er, gefolgt von La Clemenza di Tito (Titelrolle) und Il Matrimonio Segreto (Paolino).

Herr Adam arbeitet regelmäßig mit renommierten Dirigenten und Ensembles zusammen, darunter: Claudio Abbado/ Orchester Mozart; Ian Adamus/ Capella Cracoviensis; Giovanni Antonini/ Il Giardino Armonico; Fabio Bonizzoni/ La Risonanza; Theodor Currentzis/ Musica Aeterna; Alan Curtis/ Il Complesso Barocco; Ottavio Dantone/ Accademia Bizantina; L’arte del mondo/ Werner Ehrhardt; Diego Fasolis/ I Barocchisti; Federico Guglielmo/ L’Arte dell’Arco; Vaclav Luks/ Collegium 1704; Federico Maria Sardelli/ Modo Antiquo.

Höhepunkte seiner Karriere waren Händels Rodelinda (Grimoaldo) mit der Capella Cracoviensis; die Uraufführung von Fabio Vacchis Teneke für sein Bühnendebüt 2007 an der Teatro alla Scala unter Roberto Abbado; Händels Israel in Ägypten mit Diego Fasolis; Händels Il Trionfo del Tempo e del Disinganno (Tempo) mit Fabio Bonizzoni; die moderne Premiere von Piccinni’s Il Finto Turco mit Federico Guglielmo; Ariodante (Lurcanio) in Beaune und in Santiago de Compostela mit Federico Maria Sardelli; die moderne Uraufführung von Salieris Il Mondo alla Rovescia am Teatro Filarmonico in Verona; Purcells Dido und Aeneas am Teatro La Fenice in Venedig unter der Leitung von Attilio Cremonesi; Pergolesis Dixit Dominus unter Claudio Abbado mit Orchester Mozart (aufgenommen für Deutsche Grammophon); Glucks Le Cinesi bei den Musikfestspielen in Potsdam und am Theater Winterthur mit Werner Erhardt und L’Arte del Mondo; Ottone in Villa bei den Innsbrucker Festspielen mit Giovanni Antonini; M. Haydns Requiem MH559 in Leverkusen; Alessandro Scarlattis La Giuditta in Rotterdam und Il Novello Giasone von Cavalli/ Stradella beim Festival della Valle d’Itria in Martina Franca.

Unter der Leitung von Sir John Eliot Gardiner sang Krystian Adam in Monteverdis L’Orfeo (Titelrolle) auf US-Tournee, in London bei den BBC-Proms und in Versailles mit dem Monteverdi-Chor und den englischen Barock-Solisten und in Monteverdis Combattimento di Tancredi e Clorinda in der Wigmore Hall in London und in Versailles. Zu zukünftige Engamaments zählen L’Orfeo di Monteverdi in Leverkusen und Düsseldorf mit L’Arte del Mondo; Aronne in Rossinis Mosè in Egitto am Teatro San Carlo in Neapel unter der Leitung von Stefano Montanari; Salieris La Fiera di Venezia in Schwetzingen und Leverkusen mit L’Arte del Mondo; Grimoaldo in Händels Rodelinda in Lyon unter Stefano Montanari; Saul in Brünn und Prag; Arbace in Idomeneo am Teatro Real in Madrid, Robert Carsen leitet Bachs Matthäuspassion am Théâtre des Champs-Elysées unter Vaclav Luks; Die Entfuhrung aus dem Serail in Glyndebourne.

 

Daniel Behle

Daniel Behle ist als Sänger in Konzert, Lied und Oper gleichermaßen erfolgreich und macht zunehmend auch als Komponist von sich reden. Sein breit gefächertes Repertoire reicht von barocken Meisterwerken über klassisches und romantisches Repertoire bis hin zu Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts.

In der Konzertsaison 2018/19 singt Daniel Behle u.a. mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Franz Welser-Möst, mit dem Orchestre Philharmonique de Luxembourg, mit dem WDR Sinfonieorchester und Le Cercle de l’Harmonie unter Jérémie Rhorer. Liederabende führen ihn zur Schubertiade, zur Alten Oper Frankfurt, der Gesellschaft für Kammermusik Basel, dem Konzerthaus Berlin und der Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart.

Er konzertiert außerdem u.a. mit der Staatskapelle Dresden, den Berliner Philharmonikern, dem Rundfunk- Sinfonieorchester Berlin, dem DSO Berlin, dem NDR Elbphilharmonie Orchester, Orchestra dell’ Accademia Nazionale di Santa Cecilia, den Wiener Symphonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig und der Bachakademie Stuttgart und arbeitet dabei mit Dirigenten wieSemyon Bychkov, Christoph Eschenbach, James Gaffigan, Thomas Hengelbrock, Pablo Heras-Casado, Marek Janowski, Philippe Jordan, Ingo Metzmacher, Kent Nagano, Yannick Nézet-Séguin, Hans-Christoph Rademann, Jérémie Rhorer und Christian Thielemann.

Seine Opernengagements 2018/19 zeigen erneut die gesamte Bandbreite seines Repertoires: David (Meistersinger) bei den Bayreuther Festspielen und an der Bayerischen Staatsoper München, Belmonte (Entführung) am Opernhaus Zürich, Max (Freischütz) an der Oper Stuttgart, Matteo (Arabella) an der Bayerischen Staatsoper und der Wiener Staatsoper und Giacomo (La donna del lago) am Staatstheater Wiesbaden.

Besondere Beachtung finden seine Bearbeitungen für Tenor und Klaviertrio: „WinterreiseN“ wurde bereits in der Wigmore Hall, im Concertgebouw Amsterdam und in der Alten Oper Frankfurt bejubelt und erschien 2014 bei Sony Classical. Mit der Bearbeitung von berühmten Tenorarien und Tonfilmschlagern setzte er seiner Heimatstadt ein musikalisches Denkmal: „Mein Hamburg“ (Berlin Classics). Eine stetig wachsende Diskographie dokumentiert eindrucksvoll seine Vielseitigkeit. Hier finden sich neben bekannten Liedzyklen wie „Die schöne Müllerin“, „Dichterliebe“ und „Die schöne Magelone“ auch Opern Gesamtaufnahmen wie Mozarts „Die Zauberflöte“ (mit René Jacobs, harmonia mundi), Vivaldis „Farnace“ (mit Diego Fasolis, Virgin Classics) und Humperdincks „Königskinder“ (mit Sebastian Weigle, Oehms Classics).

Johannes Leander Maas

Johannes Leander Maas wurde im Oktober 1996 in Tübingen geboren. Schon im Kindesalter erlernte er Klavier und Klarinette und entdeckte seine Liebe zur Oper und zum Gesang. Zusätzlich zu seinem ersten Gesangsunterricht im Alter von 14 Jahren an der Musikschule Rottenburg am Neckar wurde er vom Tenor Professor Christoph Strehl stimmlich betreut. Von Oktober 2013 bis Juli 2015 absolvierte er ein Jungstudium an der HMDK Stuttgart bei Prof. Ulrike Sonntag. Bei ihr nahm er nach seinem Abitur im Jahr 2015 auch sein reguläres Studium im Studiengang Bachelor Gesang auf und studiert dort inzwischen mit den Schwerpunkten Lied und Musiktheater. Als Solist ist er regelmäßig in Konzert, Oper und Operette, sowie mit Liedprogrammen zu hören. Im Jahr 2016 wurde er als jüngster von fünf Stipendiaten von der Fritz-Wunderlich-Gesellschaft ausgewählt, ein Gedenkkonzert anlässlich des 50. Todestages des großen Tenors zu gestalten. 2017 war er unter anderem als Grimoaldo in Händels „Rodelinda“ im Wilhelmatheater Stuttgart, als Don Basilio in einer Neuinszenierung von Mozarts „Le Nozze di Figaro“ in Reutlingen, sowie als Durand in Jommellis Oper „Il cacciatore deluso“ unter der Regie von Jochen Schönleber in Tübingen zu hören.

»Lassus Grand Cru«: Konzert mit Weinprobe

Lassen sie uns, an diesem vorletzten Abend des Festivals, Europa feiern! Mit einem Konzert, das einen großen Europäer würdigt: Orlando di Lasso, Roland de Lassus, Orlandus Lassus. Schon die Vielzahl der Schreibweisen verrat, wie weit dieser Komponist herumgekommen ist: 1532 in Mons im heutigen Belgien geboren, nach Palermo, Mailand, Florenz und Rom übersiedelt, von dort in die Niederlande und anschließend nach England gereist, zwei Jahre in Antwerpen gelebt und dann nach München berufen, wo er auch starb. Ein Komponist, der ein Europa ohne Grenzen lebte. Das unternehmungslustige belgische Ensemble Zefiro Torna verbindet die Reiselust mit der Trinklust und koppelt das Programm an eine Weinprobe quer durch Europa. Genuss pur!

Parkett € 45 (inkl. Weinprobe)
Empore € 25 (ohne Weinprobe)