Standpunkte | Entgrenzung

»Entgrenzung« überschreibt Igor Levit seine »Standpunkte« – die von ihm zusammen mit dem Festival kuratierte kammermusikalische Kulminationsphase innerhalb des Heidelberger Frühling. Johann Sebastian Bach bildet den steten Fixpunkt der »Standpunkte rund um das Thema »Entgrenzung«.

Konzert mit Pause

»Standpunkte« Wahlabo: 25 % Rabatt bei Buchung von fünf verschiedenen Veranstaltungen der »Standpunkte« vom 31. März bis 03. April 2022. Erhältlich bei unserem telefonischen Kartenservice (+49 (0)6221 – 584 00 44) und bei der Rhein-Neckar-Zeitung.

Bitte informieren Sie sich vor dem Konzertbesuch über die aktuellen Corona-Regelungen und unsere Hygienevorschriften.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Venice: Water Postcards

Venedig als klingendes Instrument? Schon als Kind hat der Komponist Andrea Liberovici die auf Holzpfählen gebaute Stadt als riesigen Resonanzkörper empfunden. Ein Gespräch mit dem Architekten Renzo Piano über den ganz eigenen Klang Venedigs hat diese Erinnerungen wieder hervorgeholt und ihn zu seinem neuen Werk inspiriert. In »Venice Water Postcards«, das in Heidelberg Premiere feiert, wird er dieses Instrument spielen: Im venezianischen Mosaikstil setzt er in den »Calli« aufgenommene Sounds mit Live-Klängen des Quartetto Prometeo zusammen. Auch Benjamin Brittens Streichquartett Nr. 3 ist eine musikalische Postkarte aus Venedig: Er zitiert darin aus seiner Oper »Death in Venice«. Und überschreibt einen Satz mit dem Beinamen Venedigs aus alten Zeiten: »La Serenissima« (Die Durchlauchtigste).

Konzert mit Pause

NOTEN | SCHLÜSSEL 18.45 Uhr, Haus der Begegnung, Eugen-Biser-Saal
Konzerteinführung des Freundeskreises

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

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Quatuor Béla

Iannis Xenakis war einer der produktivsten und innovativsten Universalkünstler des 20. Jahrhunderts. Als Komponist, Architekt und Mathematiker fasziniert er in seinen Werken bis heute als Brückenbauer zwischen den scheinbaren Antipoden der Welt der Zahlen und Formeln und einer freiheitsliebenden Kunst. Das Quatuor Béla widmet dem Avantgardisten zum 100. Geburtstag ein Programm, das sein künstlerisches Prinzip zwischen Systematik und Intuition, Ordnung und Chaos, verkörpert. Darunter ist die Uraufführung des Auftragswerks von Loïc Guénin, das sich auf Skizzen und grafische Zeichnungen aus Xenakis‘ Zeit im Atelier von Le Corbusier in den 1950er-Jahren bezieht.

Konzert mit Pause

10% Rabatt für Inhaber der RNZettKarte bei diesem Konzert plus eine Begleitperson, an allen VVK-Stellen der RNZ, nicht mit anderen Rabatten kombinierbar, täglicher regulärer Bezug der RNZ vorausgesetzt.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

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Apollon Musagète Quartett

Das weltberühmte Apollon Musagète Quartett kombiniert das lyrische, melodienselige Es-Dur-Streichquartett des erst 16-jährigen Franz Schubert mit der temperamentvollen Expressivität in Antonín Dvořáks meisterlich-souveränem vorletztem Werk in dieser kammermusikalischen Königsdisziplin. Dazwischen stellen die vier polnischen Musiker das folkloristisch geprägte zweite Quartett ihres besonders geschätzten Landsmanns Karol Szymanowski, in dem dieser 1927 neue Mittel der Klanggestaltung und Harmonik erkundete.

Konzert mit Pause

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Feininger Trio

Das Feininger Trio –  aus den Reihen der Berliner Philharmoniker – folgt in seinem Konzert der spezifisch russischen Gattungstradition von Gedächtniswerken: Dmitri Schostakowitsch reagierte mit seinem zweiten Klaviertrio auf den Tod des befreundeten Musikwissenschaftlers Iwan Sollertinski, Arensky mit seinem ersten auf den des russischen Cellisten Karl Dawydow. Nur bei Rachmaninow ist das anders: Von ihm gibt es nämlich zwei „elegische“ Trios, und nur das zweite blickt zurück (auf Tschaikowsky). Das einsätzige Erste hingegen feiert jugendliche Leidenschaft.

Konzert mit Pause

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Trio Catch

Ihr Publikum zu „packen“ sollte den Damen des Trio Catch nicht schwerfallen mit diesem Programm, haben sie doch das berühmte Klarinettentrio von Brahms dabei. Darin sei es, so ein Freund des deutschen Romantikers, „als liebten sich die Instrumente“. Kein Wunder, hatte sich der späte Brahms doch selbst in den melancholischen Tonfall der Klarinette vernarrt. Louise Farrenc, die weltweit erste Frau auf einem Musiklehrstuhl und geschätzte Klavierprofessorin, lässt die drei Instrumente in ihrem Trio klassisch-romantisch schwelgen. Der in Moskau geborene Schweizer Paul Juon steuert poetische Miniaturen bei.

Konzert mit Pause

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Maurice Steger & La Cetra

Ein schneller Sekt und flugs zur Toilette? Die Opernpausen Händels sahen anders aus. Funkelnde Feste feierte er zwischen den Akten, reichte irrwitzige Concerti prominenter Kollegen oder eigene Suiten. Der Londoner Adel war hin und weg.
Der “Frühling” lädt erstmals nach 11 Jahren wieder in den Königssaal des Heidelberger Schlosses und macht das Pausenbankett à la Händel zur Hauptattraktion, serviert von Maurice Steger und seinem Barockensemble La Cetra.

Konzert ohne Pause (ca. 75 min)

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Gabriela Montero & Belcea Quartet

Konzert mit Pause

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Dr. med Karin und Dr.-Ing. Peter Koepff

Danish String Quartet & friends

Mit ihrem klanglich ausbalancierten, lustvoll-energetischen Spiel haben sich die Musiker des Danish String Quartet als bedeutendste skandinavische Kammermusikformation etabliert, was sie in den zwischen vorgeblichem Ernst und Übermut schwankenden drei Divertimenti des jungen Benjamin Britten unter Beweis stellen. Dann nehmen sie noch drei befreundete Bläser und den Kontrabassisten Dominik Wagner an Bord, um gemeinsam aufzubrechen zu Mozarts zauberhaftem Klarinettenquintett und dem Oktett von Franz Schubert, das letzterem den Weg zur großen Sinfonie bahnen sollte.

Konzert mit Pause

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Boulanger Trio

»So interpretiert zu werden, ist wohl für jeden Komponisten ein Wunschtraum », schreibt Wolfgang Rihm in einem Brief über das Boulanger Trio. Im Frühling 2022 feiert der Komponist und mit ihm die Musikwelt seinen 70. Geburtstag. Die drei Musiker*innen schließen sich dem Geburtstagsreigen, der in Heidelberg mit dem Streichquartettfest 2022 rund um Rihm beginnt, mit einem Programm aus »phantastischen fremden Szenen» an: Die selten aufgeführten »Phantasiestücke» von Robert Schumann werden verwoben und geradezu »ver-rückt» mit den von Wolfgang Rihm selbsternannten »Versuchen für Klaviertrio». In diesen Stücken wird mit an Schumann erinnernden Gesten und Fast-Zitaten gespielt.

Konzert mit Pause

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