Kammermusik Plus | Friedrich Thiele & Naoko Sonoda

Im Jahr 2018 war Friedrich Thiele Stipendiat der Kammermusik Akademie des Heidelberger Frühling und damals bereits Preisträger verschiedener Wettbewerbe. Nun kehrt er, geehrt mit dem zweiten und dem Publikumspreis des ARD-Musikwettbewerbs 2019, zurück nach Heidelberg. Das Programm hat Gewicht. Schuberts »Arpeggione«-Sonate und Brahms‘ F-Dur-Sonate sind Meilensteine des Repertoires und fordern dem Cellisten und der Pianistin alles ab.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Entfällt – After Work Concert: Joel Blido & Daniel Golod

Die unkomplizierte Clubatmosphäre im Frauenbad dürfte so recht nach dem Geschmack des jungen Joel Blido sein. Spielt (und komponiert!) der 22-Jährige doch nicht nur im klassischen Stil, sondern nimmt mit seinem Cello auch Multi- Track-Arrangements von Rock- und Popsongs auf und greift überdies immer wieder gern mal zur E-Gitarre. Mit dem Pianisten Daniel Golod macht er sich hier die Violinsonate von César Franck zu eigen, brilliert in Tschaikowskys »Pezzo Capriccioso« und tanzt zuletzt Tango.

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Wir danken
Freundeskreis Heidelberger Frühling

Entfällt – Sol Gabetta & Bertrand Chamayou

Wer weiß schon, dass sowohl Schumann als auch Brahms in jungen Jahren neben »ihrem« Klavier auch Cello spielten? Deshalb konnten sie auch so lebendig Geschichten erzählen auf diesem Streichinstrument und dadurch – anknüpfend an Beethoven – das vergleichsweise kleine Cellorepertoire um gleich mehrere Gipfelwerke bereichern. Sol Gabetta und Bertrand Chamayou, wohlbekannte und immer wieder gern gesehene »Frühlings«-Künstler, widmen sich hier einem zutiefst klassischen Programm. Das Festival Zentrum ist ab 18.00 Uhr geöffnet.

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In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Entfällt – Iveta Apkalna & Daniel Müller-Schott

Kammermusik mit Orgel? Es gibt ein attraktives Repertoire an Originalwerken und Bearbeitungen. Dass sich zwei Stars ihres jeweiligen Instruments zu einem solch ungewöhnlichen Programm zusammenfinden, ist etwas ganz Besonderes. Die aus Lettland stammende Iveta Apkalna, Titularorganistin der Elbphilharmonie, ist zugleich eine begeisterte Botschafterin der Musik ihres Landes. Und Daniel Müller-Schott, Großmeister seines Instruments und gern gesehener »Frühlings«-Gast, lässt sich mit Freude und Neugier auf die reizvolle Kombination ein.

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Im Anschluss: KÜNSTLER I TALK (Karl-Jaspers-Haus, Plöck 66) für Mitglieder des Freundeskreises

Wir danken
Freundeskreis Heidelberger Frühling

Entfällt – Jean-Guihen Queyras & Alexandre Tharaud

2018 war Jean-Guihen Queyras Artist in Residence des Heidelberger Frühling. Und was für einer! Mit seinem Charme, seiner intellektuellen Neugier und seiner künstlerischen Vielseitigkeit prägte er das Festival maßgeblich mit. Wie schön, dass er nun zurückkehrt. Gemeinsam mit dem pianistischen Feingeist Alexandre Tharaud bringt er ein Programm nach Heidelberg, das Witz besitzt: Im ersten Teil zwei wuchtige Meisterwerke des Kernrepertoires, im zweiten geistvolle Petitessen, überwiegend in Arrangements, sogar aus der Feder der Ausführenden selbst!

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In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Raphaël Merlin

Raphaël Merlin wurde 1982 geboren und interessierte sich von Kindheit an für Musik in ihrer ganzen Vielseitigkeit und studierte an den Konservatorien von Clermont-Ferrand, Boulogne-Billancourt und Paris sowie an der Haute École de musique in Genf mit den Schwerpunkten Cello, Klavier, Jazz, Komposition und schließlich Dirigieren.

Raphaël Merlin vertiefte zunächst seine Dirigierkenntnisse als Leiter von Kammerorchestern, gründete 2014 Les Forces Majeures, wo er eine Reihe bereits bestehender Quartette und Quintette versammelt. Das vielseitige und dynamische Ensemble, das gängiges Repertoire mit Neuer Musik und Jazz verbindet, erlangte 2016 mit seiner Rossini-Aufnahme mit der Mezzosopranistin Karine Deshayes für das Label Aparte international große Anerkennung. Raphaël Merlin konzertierte mit renommierten Orchestern und mit Solisten wie Nicholas Angelich, Sayaka Shoji, Sarah Nemtanu, Inva Mula, Florian Sempey, Amel Brahim-Jelloul, Marc Mauillon, Edgar Moreau, Jan Lisiecki. 2018 leitete er „Le Barbier von Sevilla“ an der Oper Vichy.

Als Cellist des Quatuor Ebène, das 2004 beim Internationalen ARD-Wettbewerb München mit dem 1. Preis ausgezeichnet wurde, arbeitet Raphaël Merlin mit Eberhard Feltz, dem Ysaÿe Quartett, Gabor Takacs und Gyorgy Kurtag zusammen und tritt neben Künstlern wie Mitsuko Ushida, Nicholas Angelich, Matthias Goerne, Natalie Dessay, Martin Fröst, Antoine Tamestit, Gautier und Renaud Capuçon sowie Nicolas Altstaedt in den großen Konzertsälen der Welt auf.

Das Quartett ist bekannt für seine Begeisterung für alle Musikrichtungen – Pop, Jazz, Weltmusik – und tritt dank origineller Arrangements und Konzepte vor allen Publikumszusammensetzungen auf. 2020 wurde es eingeladen, alle Beethoven-Streichquartette in der New Yorker Carnegie Hall aufzuführen, der 2019 eine Welttournee voranging. Das Quatuor Ebène hat einen exklusiven Plattenvertrag mit Erato/Warner Classics.

Zu den Eigenkompositionen von Raphaël Merlin gehören: „Eléa“, Konzert für Streichquartett und Orchester, das 2011 vom Quatuor Ebène und dem Klangforum Mitte Europa in Krakau uraufgeführt wurde; „Pas de Deux“ für Violine und Cello, 2014 im Amsterdamer Concertgebouw uraufgeführt; „Siehe:  Meer und Saat“. „Si!“, Konzert für Cello und Streicher, das beim Lockenhaus-Festival 2016 uraufgeführt wurde, und Passage-Eclair, für gemischtes Oktett, das 2018 in Paris uraufgeführt wurde.

Joel Blido

Joel Blido wurde 1998 in eine Musikerfamilie geboren. Im Alter von vier Jahren begann er mit dem Cellounterricht. Im Alter von zehn Jahren hatte er sein Debüt als Solist mit dem Kammerorchester Bad Mergentheim. Er nahm erfolgreich an vielen Wettbewerben teil und gewann unter anderem einen ersten Bundespreis und zahlreiche Sonderpreise bei Jugend Musiziert und einen ersten Preis beim „Giovanni Musicisti“-Wettbewerb (Treviso, Italien). 2018 gewann er beim TONALi-Wettbewerb den Weinberg-Sonderpreis und wurde in die TONALiSTEN-Agentur aufgenommen. Beim Deutschen Musikwettbewerb 2019 gewann er ein Stipendium und einen Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben.

Joel Blido wurde mit zehn Jahren als Jungstudent in das Pre-College der Hochschule für Musik Würzburg, in die Klasse von Orfeo Mandozzi aufgenommen und begann 2014 bei ihm das Bachelor-Studium. 2015 wechselte er an die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar in die Klasse von Wolfgang Emanuel Schmidt. 2018 begann er dort das Masterstudium. Außerdem arbeitet er seit 2012 regelmäßig mit David Geringas. 2014 wurde er von ihm eingeladen, gemeinsam mit ihm in der Berliner Philharmonie zu spielen. Seitdem traten sie mehrmals zusammen als Duo auf. Joel Blido hat an zahlreichen Meisterkursen bei renommierten Cellisten teilgenommen, darunter Jens-Peter Maintz, Michael Sanderling, Raphael Wallfisch, Istvan Vardai, Pieter Wispelwey, David Grigorian, Zvi Plesser und Hillel Zori.

Als Solist spielte er mit Dirigenten wie Alessandro Cadario, Wolfgang Emanuel Schmidt, Desar Sulejmani und Orchestern wie dem Opernorchester Tirana und der Kammerphilharmonie Pforzheim zusammen. Er spielte zahlreiche Konzerte in Europa, unter anderem beim Interlaken Classics Festival (Schweiz), dem Usedomer Musikfestival, der Accademia Chigiana Siena, dem Feuchtwanger Piano Festival, dem Durres Chamber Fest (Albanien) und dem Different Trains Festival Tirana.

2017 verlieh ihm die Accademia Chigiana Siena ein “Diploma di merito” für sein außerordentliches künstlerisches Engagement.

Kammermusik Plus | Tanja Tetzlaff & Quatuor Modigliani

Die neue Saison von »Kammermusik Plus« eröffnet mit dem französischen Quatuor Modigliani, einem der gefragtesten Ensembles unserer Zeit. Bereits seit 15 Jahren spielen diese Musketiere des Quartetts auf allen bedeutenden Bühnen weltweit, im März 2017 konzertierten sie als erstes Streichquartett im Großen Saal der Elbphilharmonie und auch beim Heidelberger Streichquartettfest waren sie schon zu Gast. Nun kommen sie erneut an den Neckar: Dieses Mal in Begleitung der charismatischen Cellistin Tanja Tetzlaff, die als Solistin, Orchester- und Kammermusikerin internationale Erfolge feiert und die Modiglianis in Schuberts überwältigend-schönem C-Dur-Quintett verstärkt.

Informationen zu einem Abonnement für »Kammermusik Plus finden Sie hier »

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Tanja Tetzlaff

Tanja Tetzlaff verfügt über ein weit gefächertes Repertoire, das sowohl Standardwerke als auch Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts umfasst. Für NEOS spielte sie die Cellokonzerte von Wolfgang Rihm und Ernst Toch ein.

In der vergangenen Saison war Tanja Tetzlaff unter anderem beim Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra, bei der Staatskapelle Halle, Zuger Sinfonietta und dem Tampere Philharmonie Orchestra zu Gast. Dabei arbeitete sie mit Dirigenten wie Alan Gilbert, Andre de Ridder und Jaime Martin zusammen.

Nach der erfolgreichen Teilnahme an vielen internationalen Wettbewerben spielte sie mit zahlreichen renommierten Orchestern, u. a. mit dem Tonhalle-Orchester Zürich, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Konzerthausorchester Berlin, Antwerp Symphony Orchestra, Or9uesta Nacional de Espaiia, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, sowie dem Orchestre Philharmoni9ue de Radio France, Orchestre de Paris und Cincinnati Symphony Orchestra. Dabei arbeitete sie zusammen mit namhaften Dirigenten wie Lorin Maazel, Daniel Harding, Sir Roger Norrington, Philippe Herreweghe, Vladimir Ashkenazy, Dmitrij Kitajenko, Paavo Järvi, Michael Gielen, Heinz Holliger und vielen anderen.

Ihr besonderes Interesse gilt der Kammermusik – sie spielt regelmäßig Klaviertrio mit Christian Tetzlaff und Lars Vogt, mit denen sie in dieser Saison auf USA Tour geht. Außerdem ist sie in Konzerten mit Sharon Kam, Carolin Widman und Antti Siirala sowie im Duo mit Dina Ugorskaja zu erleben.

Regelmäßig konzertiert Tanja Tetzlaff in renommierten Kammermusikreihen und bei Festivals wie z.B. dem Heidelberger Frühling und den Festivals in Bergen, Baden-Baden und Edinburgh. Sie gehört zur Kernbesetzung des Heimbach-Festivals „Spannungen”. Regelmäßige Kammermusikpartner sind Lars Vogt, Leif Ove Andsnes, Alexander Lon9uich, Antje Weithaas, Florian Don derer, Baiba und Lauma Skride, Christian Tetzlaff, Carolin Widmann sowie Sharon Kam.

Tanja Tetzlaff ist außerdem Mitglied des Tetzlaff Quartettes, welches 1994 zusammen mit Christian Tetzlaff, Elisabeth Kufferath und Hanna Weinmeister gegründet wurde. Das Quartett ist in der aktuellen Saison unter anderem im Gewandhaus Leipzig, im Pierre Boulez Saal Berlin und in der Philharmonie Luxembourg.

Mit ihrer Duopartnerin, Gunilla Süssmann, hat sie bei CAvi-music zwei CDs mit Werken von Brahms sowie einem nordisch-russichen Programm eingespielt. Im Frühjahr 2018 erschien die gemeinsame neue CD mit Werken des finnischen Komponisten Einojuhani Rautavaara.

Tanja Tetzlaff studierte an der Musikhochschule Hamburg bei Professor Bernhard Gmelin und am Mozarteum Salzburg bei Professor Heinrich Schiff. Sie spielt ein Cello von Giovanni Baptista Guadagnini aus dem Jahre 1776.

Harriet Krijgh & Amsterdam Sinfonietta

18.45 Uhr Konzerteinführung der Classic Scouts im Kammermusiksaal der Stadthalle
Newcomer-Konzert der Classic Scouts

»Hier soll es klingen, als würden Betrunkene verschiedene Lieder grölen.« Biber hatte Spaß am Absurden, schichtet unterschiedliche Tonarten übereinander, lässt den Kontrabassspieler Papier zwischen die Saiten klemmen oder Snare Drum spielen. Und das alles im siebzehnten Jahrhundert! Bartók hätte dieser Humor gefallen. Freilich platzen zwischen die lustigen Tänze seines 1939 entstandenen »Divertimento« immer wieder düstere Vorahnungen, die das Grauen des Zweiten Weltkrieges vorwegzunehmen scheinen. Die virtuosen Solokonzerte Vivaldis bilden den Rahmen dieses Programms, das zwischen freudigem Exzess und mythischer Abgründigkeit changiert.

»Zugabe« Jörg Tröger im Gespräch mit Harriet Krijgh (im Ballsaal der Stadthalle)

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