Elias Grandy

Der deutsche Dirigent Elias Grandy wurde 1980 in München geboren und begann seine berufliche Laufbahn als Cellist in der Akademie des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks uns als stellvertretender Solocellist an der Komischen Oper Berlin. Zugleich studierte er Dirigieren an der Musikhochschule Hanns Eisler in Berlin und wurde kurz darauf als 1. Kapellmeister am Staatstheater Darmstadt engagiert. Schnell folgten der 2. Preis beim Internationalen Solti-Wettbewerb in Frankfurt und die Berufung als Generalmusikdirektor des Theaters und Orchester der Stadt Heidelberg.

Seitdem festigt sich sein Ruf als Dirigent, der in Oper und Konzert gleichermaßen zuhause ist. So schreibt die Opernwelt über seinen »Don Giovanni«: »Um »Don Giovanni« grundstürzend neu zu hören, muss man nicht zu Teodor Currentzis in den Ural oder zu Jérémie Rhorer nach Aix reisen. Heidelberg tut’s auch. Was Elias Grandy und sein Orchester dort aus der Oper aller Opern herauskitzeln, putzt auf ähnlich atemberaubende Weise die Ohren aus, lässt uns Mozarts Musik ganz neu hören.«
Und der Berliner Tagesspiegel über sein Debüt im Konzerthaus mit dem Bundesjugendorchester: »Anders als viele Kollegen der jüngeren Generation dirigiert (…) Elias Grandy mit kluger Ökonomie: (…) Er verzichtet darauf, die Steigerung durch schauspielerischen Aktionismus für die Galerie zu verdoppeln. In den Mahler-Liedern lässt er den Klang wie ein alter Meister ansatzlos aus dem Nichts entstehen.«

In der Spielzeit 2018/19 standen für Elias Grandy in Heidelberg u. a. »Rigoletto«, »Benjamin« von Peter Ruzicka und »Katja Kabanova«, im Konzert Bartóks »Konzert für Orchester«, Debussys »La Mer« und Stravinskys »Sacre du Printemps« sowie international eine China-Tournee mit dem Qatar Philharmonic Orchestra auf dem Programm.

Wiedereinladungen brachten ihn zurück zur Bayerischen Kammerphilharmonie Augsburg, den Hofer Symphonikern, den Bremer Philharmonikern und der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz.

Gabriela Montero

Gabriela Montero wurde mit dem Musikpreis des Heidelberger Frühlings 2018 ausgezeichnet. Ihre visionären Interpretationen und ihre Kompositionsbegabung haben ihr weltweit Anerkennung und eine treue Anhängerschaft eingebracht.

Vor kurzem hat Montero ihr eigenes „Latin“-Klavierkonzert mit dem Orchestra of the Americas in der Hamburger Elbphilharmonie und dem Edinburgh Festival sowie in der Carnegie Hall und im New World Center mit dem NYO2 aufgeführt.

Montero, die für ihre außergewöhnliche Musikalität und Improvisationsfähigkeit gefeiert wird, ist bisher mit vielen der führenden Orchester der Welt aufgetreten, darunter die Orchester Royal Liverpool, Rotterdam, Dresden, Oslo, des Wiener Rundfunks und des Niederländischen Rundfunks; das Gewandhausorchester Leipzig, das NDR Sinfonieorchester Hamburg, die NDR Radiophilharmonie Hannover, das Zürcher Kammerorchester, die Academy of St. Martin in the Fields und das Australian Chamber Orchestra; die Sinfonieorchester von Pittsburgh, Detroit, Houston, Atlanta, Toronto, Baltimore, Wien, City of Birmingham, Barcelona, Luzern und Sydney, das Belgische Nationalorchester, das Württembergische Kammerorchester Heilbronn, das Cleveland Orchestra, das Orchester der Komischen Oper Berlin und das Residentie Orkest.

Als Absolventin und Fellow der Royal Academy of Music in London ist Montero häufig in Rezitalen und als Kammermusikerin zu erleben. Sie konzertierte in so bedeutenden Konzertsälen wie der Wigmore Hall, dem Kennedy Center, dem Wiener Konzerthaus, der Berliner Philharmonie, der Frankfurter Alten Oper, der Kölner Philharmonie, dem Leipziger Gewandhaus, dem Münchner Herkulessaal, dem Opernhaus in Sydney, dem Concertgebouw Amsterdam und der Philharmonie Luxemburg, Gulbenkian-Museum Lissabon und bei den Festivals „Sound Unbound“ im Barbican Center, Edinburgh, Salzburg, SettembreMusica in Mailand und Turin, Luzern, Ravinia, Gstaad, Saint-Denis, Violon sur le Sable, Aldeburgh, Cheltenham, Rheingau, Ruhr, Trondheim, Bergen und Lugano.

Gabriela Monteros CD-Aufnahmen sind preisgekrönt. Ihr jüngstes Album, das im Herbst 2019 beim Label Orchid Classics erschien, beinhaltet ihr eigenes „Latin“-Konzert und Ravels Klavierkonzert in G-Dur, aufgenommen mit dem Orchestra of the Americas in Frutillar, Chile.

Montero gab ihr offizielles Debüt als Komponistin mit Ex Patria, einer Tondichtung, die den Abstieg Venezuelas in Gesetzlosigkeit, Korruption und Gewalt illustrieren und dagegen protestieren soll. Das Stück wurde 2011 von der Academy of St. Martin in the Fields uraufgeführt. Monteros erste abendfüllende Komposition, das Klavierkonzert Nr. 1, das „lateinische“ Konzert, wurde im Leipziger Gewandhaus mit dem MDR Sinfonieorchester unter Kristjan Järvi uraufgeführt und anschließend mit dem Orchestra of the Americas für den Sender ARTE Konzert aufgenommen und gefilmt.

Montero, die mit dem 4. Internationalen Beethoven-Preis ausgezeichnet wurde, ist eine engagierte Verfechterin der Menschenrechte, deren Stimme regelmäßig über den Konzertsaal hinausreicht. Im Jahr 2015 wurde sie von Amnesty International zur Honorarkonsulin ernannt und von der Human Rights Foundation für ihr anhaltendes Engagement für die Menschenrechte in Venezuela mit der Auszeichnung „Herausragende Arbeit im Bereich Menschrechte“ geehrt. Sie wurde zur Teilnahme am Festival „Frauen der Welt“ 2013 im Londoner Southbank Centre eingeladen und hat zweimal auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos-Klosters gesprochen. Außerdem wurde sie für ihren Beitrag zur Kunst mit dem Rockefeller-Preis 2012 ausgezeichnet und war 2008 eine der Protagonistinnen bei Barack Obamas Amtseinführung des Präsidenten.

Die in Venezuela geborene Pianistin begann ihr Klavierstudium im Alter von vier Jahren bei Lyl Tiempo und gab ihr Konzertdebüt im Alter von acht Jahren in ihrer Heimatstadt Caracas. Dies führte zu einem Stipendium der Regierung für ein Privatstudium in den USA und anschließend an der Royal Academy of Music in London bei Hamish Milne.

Simon Bode

Simon Bode gehört zu den vielgefragten lyrischen Tenören seiner Generation und ist sowohl auf der Opernbühne als auch im Konzertfach weltweit präsent. Gleichermaßen geschätzt für sein warmes, strahlendes Timbre sowie für seine einnehmende Bühnenpräsenz, ist der Sänger regelmäßig zu Gast bei renommierten Festivals wie dem Heidelberger Frühling, dem Kissinger Sommer, dem Beethovenfest Bonn, dem Rheingau und Schleswig-Holstein-Musik-Festival, den Internationalen Händel-Festspielen Göttingen sowie bei den Bregenzer und Salzburger Festspielen. Kürzlich gab er sein gefeiertes Debüt im Pierre Boulez Saal in Berlin und war wiederholt mit großem Erfolg in der Londoner Wigmore Hall zu erleben.

Schon früh und mehrfach wurde Simon Bode in der Jahresumfrage der Zeitschrift Opernwelt als Nachwuchssänger des Jahres nominiert. Gastspiele führten ihn unter anderem an die Norwegische Nationaloper Oslo, die Opéra National de Bordeaux, das Théatre des Champs-Élysées in Paris und das Theater Basel. Am Hessischen Staatstheater Wiesbaden gastierte er 2017 mit Zenders Winterreise und kehrte 2018 als Don Ottavio in Mozart’s Don Giovanni und 2019 als Narraboth für eine Neuproduktion von Strauss‘ Salome zurück. Als Ensemblemitglied der Niedersächsischen Staatsoper Hannover und der Oper Frankfurt war Simon Bode in zahlreichen Ur- und Erstaufführungen sowie in den großen Partien seines Fachs zu erleben, so in Peter Eötvös‘ Der goldene Drache, als Tamino (Mozarts Die Zauberflöte), Belmonte (Mozarts Die Entführung aus dem Serail), Don Ottavio (Mozarts Don Giovanni), Fenton (Verdis Falstaff), Orsino (Trojahns Was ihr wollt) und Steuermann (Wagners Der fliegende Holländer).

Neben der Oper gilt seine große Liebe dem Lied und der Kammermusik. Zu seinen musikalischen Partnern gehören hierbei seit langem die Pianisten Igor Levit, Graham Johnson und Nicholas Rimmer sowie die Bajanistin Elsbeth Moser. Gemeinsam mit ihnen realisiert er regelmäßig Uraufführungen und Liedprojekte auch abseits des gängigen Konzertrepertoires. Aber auch bei Klangkörpern wie den Bochumer Symphonikern, dem Münchner Rundfunkorchester, der NDR-Radiophilharmonie, dem Ensemble Modern, Les Talens Lyriques sowie den Wiener Philharmonikern hat Simon Bode bereits konzertiert und arbeitete dabei mit Dirigenten wie Kent Nagano, Andrew Manze, Andrea Marcon, Constantinos Carydis, HK Gruber, Peter Eötvös oder Sebastian Weigle zusammen.

Seine Debüt-CD mit Liedern von Johannes Brahms veröffentlichte er 2011 gemeinsam mit Graham Johnson bei Hyperion. Bei Naxos liegt eine 2018 publizierte Aufnahme mit Schumann-Liedern vor, eingespielt mit Ulrich Eisenlohr und Stefan Irmer; weitere Aufnahmen von Brahms- und Schumann-Liedern erscheinen im Laufe der Saison 2020/21. Im Rahmen der Kooperation der Oper Frankfurt mit OehmsClassics wirkte Simon Bode unter anderem an Wagners Die Feen und Das Liebesverbot mit. Bei EuroArts ist 2012 zudem eine DVD mit Sciarrinos Luci mie traditrici erschienen, einer Koproduktion der Oper Frankfurt mit Cantiere Internazionale d’Arte di Montepulciano.

Anfang des Jahres wurde Simon Bode als Freddy in der halbszenischen Silvesterproduktion von My Fair Lady im Großen Saal der Elbphilharmonie mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter Alan Gilbert frenetisch gefeiert. Im Februar folgte sein US-Debüt beim Los Angeles Philharmonic unter Esa-Pekka Salonen mit Hindemiths Mörder, Hoffnung der Frauen sowie Weills Sieben Todsünden. In der Saison 2020/21 ist Simon Bode in Rezitalen unter anderem bei der Schubertiade Hohenems, in der Wigmore Hall, in der Alten Oper Frankfurt, in der Essener Philharmonie sowie beim Heidelberger Frühling zu erleben. Im Dezember interpretiert er in St. Jacobi Hamburg Bachs Weihnachtsoratorium, bevor er zum Jahreswechsel bei den Münchner Philharmonikern für Beethovens 9. Sinfonie unter Maxim Emeljanitschew zu Gast ist. Zu weiteren Höhepunkten gehören im Frühjahr seine Mitwirkung bei Haydns Schöpfung unter Louis Langrée beim Cincinnati Symphony Orchestra sowie im Sommer 2021 bei den Salzburger Festspielen in Lydia Steiers Inszenierung der Zauberflöte als Erster Geharnischter und Zweiter Priester.

Simon Bode ist Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe und studierte bei Prof. Charlotte Lehmann in Hannover und Neil Semer in New York.

Markus Uhl

Markus Uhl, geboren 1978, studierte in Freiburg Kirchenmusik (Orgel bei Prof. Zsigmond Szathmáry, Dirigieren bei Prof. Dr. Hans-Michael Beuerle), in Weimar Konzertfach Orgel und Orgelimprovisation (bei Prof. Michael Kapsner), sowie Musikwissenschaft und Philosophie in Heidelberg und Essen (u.a. bei Prof. Dr. Stefan Klöckner) und wurde mit einer Arbeit über „Die Choralreform in der Folge des Trienter Konzils und die Editio Medicaea (1614/15)“ zum Dr. phil. promoviert.

Während seines Studiums war er als Kirchenmusiker in St. Ulrich und im Freiburger Raum tätig und leitete den KammerChor Kinzigtal.
Seit Januar 2007 ist er Bezirkskantor der Erzdiözese Freiburg an der Jesuitenkirche Heidelberg und damit für die Dekanate Heidelberg-Weinheim und Wiesloch sowie für die Kirchenmusik an der katholischen Hauptkirche Heidelbergs verantwortlich (Cappella Palatina, Arnolt-Schlick-Ensemble, Schola Cantorum, Kinder-, Familien- und Projektchöre, Orgelspiel, C-Ausbildung, Fortbildung nebenamtlicher KirchenmusikerInnen etc.).
Als Lehrbeauftragter unterrichtet er an den Hochschulen in Stuttgart, Weimar und Heidelberg Orgelimprovisation, Orgelliteratur, Gregorianik, Hymnologie, Deutscher Liturgiegesang und Liturgisches Singen. Konzerte, Projekte, Vorträge und Fortbildungen gehören zu seinen weiteren Tätigkeiten.
Von 1999 bis 2014 setzte er sich im Vorstand des Kirchenmusikerverbands der Erzdiözese Freiburg (dvk), von 2002 bis 2014 zusätzlich im Vorstand des Bundesverbands der Kirchenmusiker Deutschlands (BKKD) und ab 2008 als dessen 1. Vorsitzender für die arbeitsrechtlichen und finanziellen Belange der Berufsgruppe der Kirchenmusiker ein.

Beim Internationalen Wettbewerb für junge Chorleiter in Budapest hat er im Juni 2001 den Sonderpreis der Franz Liszt-Akademie für die beste Interpretation eines Werkes von Franz Liszt erhalten. Für seine Diplomarbeit erhielt er den Helene-Rosenberg-Preis für die beste musikwissenschaftliche Arbeit des Jahres 2002. Im Jahr 2005 war er Finalist beim Wettbewerb des Internationalen Orgelfestivals in Bochum sowie Preisträger beim IX. Internationalen Orgelimprovisationswettbewerb in Schwäbisch Gmünd, beim 2. Internationalen Johann-Joseph-Fux-Wettbewerb und beim Wettbewerb „Orgelimprovisation im Gottesdienst“. Seine Dissertation schloss er mit dem Prädikat „summa cum laude“ ab. Für langjährige intensive Arbeit und vielfältiges Engagement für die Kirchenmusik an der Jesuitenkirche Heidelberg und in der Erzdiözese Freiburg wurde er 2019 von Erzbischof Stephan Burger zum Kirchenmusikdirektor (KMD) ernannt.

Eine Ausbildung zum Orgelsachverständigen, Kurse in Orgel und Orgelimprovisation, Gregorianik sowie Dirigieren, Musiktheorie, Kinderchorleitung u.a. bei Christoph Bossert, Jürgen Essl, Clemens Ganz, Zsolt Gárdonyi, Gerhard Gnann, Tobias Hiller, Hans-Jürgen Kaiser, Stefan Klöckner, Ton Koopmann, Ludger Lohmann, Pier Damiano Peretti, Michael Radulescu, Wolfgang Schäfer, Martin Schmeding, Pieter van Dijk, Harald Vogel, Jean-Claude Zehnder und Wolfgang Zerer ergänzen sein musikalisches Spektrum.

Marc-André Hamelin

Der kanadische Pianist und Komponist Marc-André Hamelin wird von den Kritikern auf der ganzen Welt gefeiert. Er ist eine Pianistenpersönlichkeit, die Musikalität und Virtuosität in einer unnachahmlichen Weise vereint: Seine Interpretationen zeichnen sich durch Freiheit, Originalität und erstaunliche technische Versiertheit aus.

Hamelin hat sich viele Jahre vor allem auf weniger bekanntes pianistisches Terrain gewagt und Musik von Ives, Kapustin, Grainger, Roslawez, Godowsky, Reger, Villa- Lobos, Szymanowski oder Shechedrin eingespielt. In letzter Zeit kamen zunehmend Aufnahmen mit den großen »Klassikern « des Klavierrepertoires hinzu: Haydn, Mozart, Schumann, Brahms, Chopin. Zuletzt hat er bei seinem Label Hyperion Sonaten und Klavierkonzerte von Joseph Haydn aufgenommen. Auch seine anspruchsvollen Eigenkompositionen zeugen von seinen pianistischen Fähigkeiten, seiner Stilsicherheit und Experimentierfreudigkeit.

Marc-André Hamelin trat bereits mit den meisten der weltweit renommierten Orchestern auf und ist exklusiv beim Label Hyperion unter Vertrag, wo er mehr als 50 Alben veröffentlicht hat. Er erhielt neun Grammy Nominierungen, davon eine für sein Album »Etudes and other works«, eine Aufnahme mit Eigenkompositionen, die ebenfalls von der Kritik hoch gelobt wurde. Marc-André Hamelin wurde mit zahlreichen internationalen Preisen geehrt, darunter mehrfach der kanadische Juno Award und als Officer des Order of Canada, Chevalier des Ordre national du Québec, mit dem Echo Klassik und mehrfach mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik.

Brigitte Fassbaender

Brigitte Fassbaender wurde in Berlin geboren und studierte Gesang bei ihrem Vater, Kammersänger Willy Domgraf-Fassbaender. Im Alter von 21 Jahren debütierte sie an der Münchener Staatsoper, von wo ihre aufsehenerregende internationale Karriere ihren Ausgang nahm. Sie gastierte an allen führenden Opernhäusern der Welt und sang alle bedeutenden Partien ihres Fachs. Über 350 Schallplatteneinspielungen geben Zeugnis von ihrer großen Bedeutung als Opern- und Liedsängerin. Ein Meilenstein war die Einspielung der drei Schubert-Zyklen, die sie als einzige Frau bisher aufgenommen hat. Brigitte Fassbaender beendete ihre Gesangskarriere 1995, um sich ganz der Regie zu widmen. Über 50 Inszenierungen hat sie inzwischen im In- und Ausland vorgestellt. Auch die Förderung junger Talente und die behutsame Heranführung junger Stimmen an die Herausforderung des Musikbetriebs war und ist ihr ein wichtiges Anliegen. Als gefragte Gesangspädagogin unterrichtet sie in Meisterkursen im In- und Ausland. Geehrt wurde sie für ihr Können und ihr Engagement nicht nur mit musikalischen Preisen. 2011 ernannte der französische Präsident sie zum „Ritter der französischen Ehrenlegion“ und ebenfalls 2011 wurde ihr das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik verliehen. 2012 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. 2013 erhielt sie die Hugo-Wolf-Medaille der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart. 2017 folgte der ECHO Klassik für ihr Lebenswerk.

Sol Gabetta

Sol Gabetta ist seit vielen Jahren regelmäßiger Gast beim Heidelberger Frühling, zuletzt 2018.

Zu jüngeren Meilensteinen in der Karriere Sol Gabettas zählen gefeierte Debüts mit den Berliner Philharmonikern und Sir Simon Rattle bei den Osterfestspielen Baden-Baden sowie Debüts beim Mostly Mozart Festival in New York und der Opening Night der BBC Proms in der Royal Albert Hall London.

Als gern gesehener Gast bei führenden Festivals weltweit eröffnete Sol Gabetta 2018 das Schleswig-Holstein Musik Festival mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester und Christoph Eschenbach sowie das Festival in Bad Kissingen mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und Paavo Järvi. Kammermusik bildet einen besonderen Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit, wie sich jüngst wieder in Auftritten mit dem Hagen-Quartett bei den Salzburger Festspielen, in der Tonhalle Zürich, in der Hamburger Elbphilharmonie und im Wiener Konzerthaus zeigte. In der Vergangenheit führten kammermusikalische Projekte sie in internationale Konzertsäle wie beispielsweise das New Yorker Lincoln Center, wo sie mit ihrem langjährigen Rezitalpartner Bertrand Chamayou auftrat, in die Wigmore Hall in London, nach Luzern, Verbier und Schwetzingen sowie zum Rheingau Musik Festival, zur Schubertiade Schwarzenberg und zum Beethovenfest Bonn. Ein großer und lebendiger Kreis musikalischer Partner findet sich wie jedes Jahr beim Solsberg Festival in der Schweiz ein, dessen künstlerische Leitung Sol Gabetta inne hat.

In Anerkennung ihrer herausragenden künstlerischen Aktivitäten wurde Sol Gabetta bei den Salzburger Osterfestspielen 2018, wo sie als Solistin mit der Staatskapelle Dresden und Christian Thielemann auftrat, mit dem Herbert-von-Karajan-Preis ausgezeichnet. 2016 wurde Sol Gabetta erneut mit dem ECHO Klassik als Instrumentalistin des Jahres und für ihre Interpretation des Cellokonzerts Nr. 2 von Pēteris Vasks ausgezeichnet, nachdem ihre Aufnahmen bereits in den Jahren 2013, 2011, 2009 und 2007 mit dieser Auszeichnung geehrt wurden. Zu weiteren Awards der Grammy-nominierten Künstlerin gehören die des Tschaikowsky-Wettbewerbs Moskau sowie des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD, der Gramophone Young Artist of the Year Award 2010 und der Würth-Preis der Jeunesses Musicales 2012. Sol Gabetta verfügt über eine umfangreiche Diskographie bei SONY, zuletzt erschien dort die Einspielung der Cellokonzerte von Elgar und Martinu mit den Berliner Philharmonikern und Sir Simon Rattle / Krzysztof Urbański. 2017 unternahm sie gemeinsam mit Cecilia Bartoli eine ausgedehnte Europa-Tournee, um ihr neues gemeinsames Album „Dolce Duello“ zu präsentieren, das bei Decca Classics erschien.

Sol Gabetta spielt auf einem von Atelier Cels zur Verfügung gestellten Violoncello von Matteo Goffriller von 1730, Venedig. Seit 2005 unterrichtet sie an der Musik-Akademie Basel

 

Daniel Müller-Schott

Daniel Müller-Schott gastiert bei führenden internationalen Orchestern in den USA in New York, Boston, Cleveland, Chicago, Philadelphia und Los Angeles, in Europa u.a. bei den Berliner Philharmonikern, beim Gewandhausorchester Leipzig, den Münchner Philharmonikern und beim London Symphony Orchestra sowie London Philharmonie. Auch in Asien und Australien gastiert er regelmäßig, zum Beispiel beim NHK Symphony Orchestra Tokyo, Taiwans National Symphony, Seoul Philharmonie, Sydney und Melbourne Symphony Orchestra. Am Pult stehen herausragende Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Christoph Eschenbach, Ivan Fischer, Alan Gilbert, Bernard Haitink, Neeme Järvi, Andris Nelsons, Gianandrea Noseda, Andres Orozco-Estrada und Andre Previn.

Neben der Aufführung der großen Cellokonzerte ist Daniel Müller-Schott die Entdeckung unbekannter Werke und die Erweiterung des Cello-Repertoires ein besonderes Anliegen – Sir Andre Previn und Peter Ruzicka haben ihm Cellokonzerte gewidmet.

Höhepunkte der Saison 2018/19 waren das Eröffnungskonzert Settimane Musicali di Ascona mit dem Tonhalle-Orchester Zürich und Krzysztof Urbanski, Konzerte mit dem Royal Philharmonie Orchestra und Lionel Bringuier, in den USA mit dem Dallas Symphony und dem St. Louis Symphony Orchestra. Hinzu kamen drei ausgedehnte Rezital Tourneen: eine Solo-Tour nach Asien, eine Trio-Tournee mit Julia Fischer und Nils Mönkemeyer sowie mit Baiba Skride und Xavier de Maistre. Die Uraufführung von Sebastian Curriers Klaviertrio hat er gemeinsam mit Anne-Sophie Mutter und Lambert Orkis in der Carnegie Hall New York und in Chicago gespielt. Bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern ist Daniel Müller-Schott Künstlerischer Leiter des „Festspielfrühling Rügen 2019″.

Als Kammermusiker arbeitet er u.a. zusammen mit Nicholas Angelich, Renaud Capucon, lgor Levit, Francesco Piemontesi, Simon Trpceski sowie dem Ebene Quartett und Modigliani Quartett. Internationale Musikfestivals laden Daniel Müller-Schott regelmäßig zu Konzerten ein.

Die aktuelle CD-Neuerscheinung im Herbst 2018 bei ORFEO enthält Werke von Tschaikowsky, Glasunow und Rimski-Korsakow, eingespielt mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Aziz Shokhakimov.

Daniel Müller-Schott studierte bei Walter Nothas, Heinrich Schiff und Steven lsserlis. Schon früh erfuhr er zudem persönliche Unterstützung von Anne-Sophie Mutter und ihrer Stiftung, insbesondere durch Verleihung des Aida Stucki Preises unter einem Jahr privaten Unterricht bei Mstislaw Rostropowitsch. Mit fünfzehn Jahren machte er Furore durch den Ersten Preis beim Internationalen Tschaikowsky Wettbewerb für junge Musiker 1992 in Moskau.

Daniel Müller-Schott spielt das ‘Ex Shapiro’ Matteo Goffriller Cello, gefertigt in Venedig 1727.

Vision String Quartet

Jakob Encke, Violine
Daniel Stoll, Violine
Sander Stuart, Viola
Leonard Disselhorst, Violoncello

2012 gegründet, hat sich das vision string quartet innerhalb kürzester Zeit in der internationalen Streichquartett-Szene etabliert. Mit ihrer einzigartigen Fähigkeit zwischen dem klassischen Streichquartett-Repertoire, ihren Eigenkompositionen und Arrangements aus den Bereichen Jazz, Pop und Rock zu „wandeln“, stellen die vier jungen Musiker aus Berlin derzeit die klassische Konzertwelt auf den Kopf.

Die Konzertformate des vision string quartets sind vielseitig: Das Streichquartett, das sich zugleich als Band versteht, spielt in den klassischen Konzertsälen wie der Elbphilharmonie, Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie, Gewandhaus Leipzig, Tonhalle Düsseldorf und demnächst der Wigmore Hall London. Sie wirken in Ballettkooperationen unter John Neumeier mit, spielen Konzerte im Licht- und Videodesign von Folkert Uhde im Berliner Radial-System oder der Elbphilharmonie und spielen andererseits „Dunkelkonzerte“ in völliger Finsternis.

Anfang 2016 gewann das Quartett beim Felix Mendelssohn Bartholdy-Wettbewerb in Berlin den 1. Preis sowie alle Sonderpreise. Große Wellen schlug der Erfolg beim Concours de Genève im November 2016, der mit dem 1. Preis und allen vier Sonderpreisen spektakulär anmutet. 2018 wurde dem Ensemble mit dem Kammermusikpreis der Jürgen Ponto-Stiftung einer der höchstdotierten Musikpreise verliehen.

Ihr Kammermusikstudium absolvieren die vier Musiker beim Artemis Quartett in Berlin sowie bei Günter Pichler, dem Primarius des Alban Berg Quartetts, an der Escuela Superior de Música Reina Sofía Madrid. Heime Müller, Eberhardt Feltz und Gerhard Schulz waren weitere Impulsgeber. Zu den Kammermusikpartnern des vision string quartets zählen Jörg Widmann und Eckart Runge.

Highlights der jüngsten Zeit sind die Debüt-Konzerte in der Kölner Philharmonie, der Philharmonie Essen, dem Festspielhaus Baden-Baden, dem Louvre Paris, der Philharmonie Luxemburg und beim Lucerne Festival. Wiederholt zu Gast ist das vision string quartet beim Schleswig-Holstein Musik-Festival, den Schwetzinger SWR Festspielen, Rheingau Musik Festival, Heidelberger Frühling, Mozartfest Würzburg, MDR Musiksommer, den Thüringer Bachwochen und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.

Alexander Fleischer

Alexander Fleischer gehört zu den gefragten Liedbegleitern und Kammermusikern der jüngeren Generation. Nach seinem Klavierstudium (Diplom) bei Birgitta Wollenweber an der renommierten Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin studierte er bei Wolfram Rieger, Norman Shetler und Irwin Gage Liedgestaltung und besuchte Meisterkurse bei Dietrich Fischer-Dieskau, Thomas Hampson, Christa Ludwig. Frühzeitig wurde er mit Preisen internationaler Wettbewerbe ausgezeichnet, u.a. Liedbegleiter-Preis bei „Das Lied“ International Song Competition Berlin 2009, Schubert und die Moderne Graz, Schubert-Liedduo Wettbewerb Dortmund, Wettbewerb für Liedkunst Stuttgart der Hugo-Wolf-Akademie 2010. In der Folge debütierte er in zahlreichen Konzertsälen und bei bedeutenden europäischen Festivals: lucerne festival, Musikverein Wien, Festspielhaus Baden-Baden, Philharmonie Köln, Musikfestival „Heidelberger Frühling“, Konzerthaus Berlin, festspillene i bergen, Festival RheinVokal u.a. Er arbeitet u.a. mit Olaf Bär, Thomas Quasthoff, Roman Trekel, Daniela Sindram, Jochen Kupfer, Olivia Vermeulen, Tobias Berndt, Manuel Walser, Andreas Wolf, Peter Schöne, Mirella Hagen.

An der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin hat Alexander Fleischer eine Gastdozentur inne und arbeitet seit 2011 als Assistent von KS Prof. Thomas Quasthoff.
Im April 2015 erhielt er darüberhinaus eine Dozentur für Liedgestaltung an der HfM Würzburg. Außerdem unterrichtet er an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim und betreut dort eine Liedklasse.

2017 rief er ein eigenes Liedfestival ins Leben. Das Hirschberger Liedfest findet 2020 zum 4. Mal mit internationalen Künstlern statt.

Beim Label querstand erschien seine erste hochgelobte CD mit Goethe-Vertonungen von Fanny Hensel mit dem Bariton Tobias Berndt. 2019 erscheint die CD „Legacy“ mit Liedzyklen von Mompou, Toldra, Montsalvatge und Falla bei SeedMusic, die er mit der katalanischen Mezzosopranistin Anna Alàs i Jové aufnahm.