Gabriela Montero

Gabriela Montero

Gabriela Montero wurde mit dem Musikpreis des Heidelberger Frühlings 2018 ausgezeichnet. Ihre visionären Interpretationen und ihre Kompositionsbegabung haben ihr weltweit Anerkennung und eine treue Anhängerschaft eingebracht.

Vor kurzem hat Montero ihr eigenes „Latin“-Klavierkonzert mit dem Orchestra of the Americas in der Hamburger Elbphilharmonie und dem Edinburgh Festival sowie in der Carnegie Hall und im New World Center mit dem NYO2 aufgeführt.

Montero, die für ihre außergewöhnliche Musikalität und Improvisationsfähigkeit gefeiert wird, ist bisher mit vielen der führenden Orchester der Welt aufgetreten, darunter die Orchester Royal Liverpool, Rotterdam, Dresden, Oslo, des Wiener Rundfunks und des Niederländischen Rundfunks; das Gewandhausorchester Leipzig, das NDR Sinfonieorchester Hamburg, die NDR Radiophilharmonie Hannover, das Zürcher Kammerorchester, die Academy of St. Martin in the Fields und das Australian Chamber Orchestra; die Sinfonieorchester von Pittsburgh, Detroit, Houston, Atlanta, Toronto, Baltimore, Wien, City of Birmingham, Barcelona, Luzern und Sydney, das Belgische Nationalorchester, das Württembergische Kammerorchester Heilbronn, das Cleveland Orchestra, das Orchester der Komischen Oper Berlin und das Residentie Orkest.

Als Absolventin und Fellow der Royal Academy of Music in London ist Montero häufig in Rezitalen und als Kammermusikerin zu erleben. Sie konzertierte in so bedeutenden Konzertsälen wie der Wigmore Hall, dem Kennedy Center, dem Wiener Konzerthaus, der Berliner Philharmonie, der Frankfurter Alten Oper, der Kölner Philharmonie, dem Leipziger Gewandhaus, dem Münchner Herkulessaal, dem Opernhaus in Sydney, dem Concertgebouw Amsterdam und der Philharmonie Luxemburg, Gulbenkian-Museum Lissabon und bei den Festivals „Sound Unbound“ im Barbican Center, Edinburgh, Salzburg, SettembreMusica in Mailand und Turin, Luzern, Ravinia, Gstaad, Saint-Denis, Violon sur le Sable, Aldeburgh, Cheltenham, Rheingau, Ruhr, Trondheim, Bergen und Lugano.

Gabriela Monteros CD-Aufnahmen sind preisgekrönt. Ihr jüngstes Album, das im Herbst 2019 beim Label Orchid Classics erschien, beinhaltet ihr eigenes „Latin“-Konzert und Ravels Klavierkonzert in G-Dur, aufgenommen mit dem Orchestra of the Americas in Frutillar, Chile.

Montero gab ihr offizielles Debüt als Komponistin mit Ex Patria, einer Tondichtung, die den Abstieg Venezuelas in Gesetzlosigkeit, Korruption und Gewalt illustrieren und dagegen protestieren soll. Das Stück wurde 2011 von der Academy of St. Martin in the Fields uraufgeführt. Monteros erste abendfüllende Komposition, das Klavierkonzert Nr. 1, das „lateinische“ Konzert, wurde im Leipziger Gewandhaus mit dem MDR Sinfonieorchester unter Kristjan Järvi uraufgeführt und anschließend mit dem Orchestra of the Americas für den Sender ARTE Konzert aufgenommen und gefilmt.

Montero, die mit dem 4. Internationalen Beethoven-Preis ausgezeichnet wurde, ist eine engagierte Verfechterin der Menschenrechte, deren Stimme regelmäßig über den Konzertsaal hinausreicht. Im Jahr 2015 wurde sie von Amnesty International zur Honorarkonsulin ernannt und von der Human Rights Foundation für ihr anhaltendes Engagement für die Menschenrechte in Venezuela mit der Auszeichnung „Herausragende Arbeit im Bereich Menschrechte“ geehrt. Sie wurde zur Teilnahme am Festival „Frauen der Welt“ 2013 im Londoner Southbank Centre eingeladen und hat zweimal auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos-Klosters gesprochen. Außerdem wurde sie für ihren Beitrag zur Kunst mit dem Rockefeller-Preis 2012 ausgezeichnet und war 2008 eine der Protagonistinnen bei Barack Obamas Amtseinführung des Präsidenten.

Die in Venezuela geborene Pianistin begann ihr Klavierstudium im Alter von vier Jahren bei Lyl Tiempo und gab ihr Konzertdebüt im Alter von acht Jahren in ihrer Heimatstadt Caracas. Dies führte zu einem Stipendium der Regierung für ein Privatstudium in den USA und anschließend an der Royal Academy of Music in London bei Hamish Milne.