Thierry Tidrow

Thierry Tidrow

Der französisch-kanadische Komponist Thierry Tidrow erhielt seine musikalische Ausbildung im St-Matthew’s Men and Boys Choir und am Centre d’Excellence Artistique des De La Salle Gymnasiums in Ottawa. Im Jahr 2009 erhielt er seinen Bachelor of Music Honours in Theorie und Komposition an der McGill University in Montréal, wo er Barockgesang studierte. Als Stipendiat der Fondation Ricard und der Canada Arts Council absolvierte er 2011 mit Erfolg seinen Masterstudiengang am Conservatorium van Amsterdam bei Richard Ayres und schloss 2013 sein Weiterbildungsstudium „Advanced Studies“ an der Hochschule für Musik Freiburg bei Prof. Brice Pauset ab.

Es folgten zahlreiche Aufführungen seiner Werke in Europa und Nordamerika, u. a. mit dem Ensemble Proton Bern, dem Ensemble Apparat, dem Ensemble Garage, Erik Bosgraaf, Brian Archinal, dem Asko-Schönberg Ensemble, Insomnio, dem Ensemble Talea, Continuum Contemporary Music (Toronto) und dem Quatuor Bozzini. Im Januar 2013 wurde seine Oper »Less Truth More Telling« von der Dutch National Opera Academy (DNOA) unter der Leitung von Lucas Vis uraufgeführt. Sein Stück »It had something to do with the telling of time…« (2010) war sowohl für die Gaudeamus Music Week 2011 und auch für die Toonzetters 2011 nominiert und sein Werk »Silk Hole« (2011) wurde beim Young Composer’s Meeting des Ereprijs Orkest 2011 mit einem Auftragpreis für die Internationale Stichting Masterclass Apeldoorn ausgezeichnet. 2014 erhielt Tidrow Preise von der SOCAN Foundation für »Less Truth More Telling« und »Violon et Clarinett«, sowie den renommierten Jules-Léger Preis des Canada Council for the Arts für Au fond du Cloître Humide.

Seine jüngsten Projekte umfassten »So be it« (2015), ein politisches Saxophon Quartett, das vom Konflikt in der Ukraine handelt sowie »Manifeste Assi«, ein einstündiges Werk für Sprecher und drei Bass-Instrumente, das maßgeblich auf Texten über die junge Innu-Lyrikerin Natasha Kanapé-Fontaine beruht.
Thierry Tidrow lebt und arbeitet in Köln.