Jean-Guihen Queyras

Neugier und Vielfalt prägen das künstlerische Wirken des Cellisten Jean-Guihen Queyras. Mit Leidenschaft, dabei unprätentiös und demütig gegenüber den Werken, um das Wesen der Musik unverfälscht wiederzugeben. Diese Ethik der Interpretation lernte er bei Pierre Boulez, mit dem er lange zusammen arbeitete. Mit gleicher Intensität nimmt er sich sowohl Alter Musik – z.B. mit dem Freiburger Barockorchester, der Akademie für Alte Musik Berlin und dem Concerto Köln – als auch zeitgenössischer Werke an, u.a. brachte er Kompositionen von Ivan Fedele, Gilbert Amy, Bruno Mantovani, Johannes-Maria Staud und Thomas Larcher zur Uraufführung.

Jean-Guihen Queyras ist aktives Gründungsmitglied des Arcanto Quartetts; mit Isabelle Faust und Alexander Melnikov bildet er ein festes Trio. Als Artist-in-Residence war er u.a. zu Gast bei dem Concertgebouw Amsterdam, Festival d’Aix-en-Provence, Vredenburg Utrecht und Wigmore Hall London. Regelmäßig spielt er mit renommierten Orchestern wie dem Philadelphia Orchestra, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Philharmonia Orchestra, Orchestre de Paris sowie am Leipziger Gewandhaus und an der Tonhalle Zürich. Er arbeitet mit Dirigenten wie Iván Fischer, Philippe Herreweghe, Oliver Knussen und Sir Roger Norrington. Jean-Guihen Queyras ist Professor an der Musikhochschule Freiburg und künstlerischer Leiter des Festivals „Rencontres Musicales de Haute-Provence“ in Forcalquier. Er spielt ein Cello von Gioffredo Cappa von 1696, das ihm das Mécénat Musical Société Générale zur Verfügung stellt.

Beim Heidelberger Frühling 2018 ist Jean-Guihen Queyras als »Artist in Residence« mit insgesamt fünf Programmen zu hören.